Bregenzer Festspiele mit 231.185 Besuchern beendet

Kultur / 21.08.2022 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die reduzierte Inszenierung von Puccinis „Madame Butterfly“ auf dem See war zu 100 Prozent ausgelastet und ist künstlerisch hoch zu bewerten. Sie steht 2023 wieder auf dem Programm.  <span class="copyright">Vn/Paulitsch</span>
Die reduzierte Inszenierung von Puccinis „Madame Butterfly“ auf dem See war zu 100 Prozent ausgelastet und ist künstlerisch hoch zu bewerten. Sie steht 2023 wieder auf dem Programm. Vn/Paulitsch

Vier Regenabsagen bei „Madame Butterfly“ bedeuten ein Minus von über 21.000 Besuchern.

Bregenz Wenigstens am letzten Aufführungsabend gab es keine Zweifel, die Neuproduktion von Puccinis Oper „Madame Butterfly“ konnte am Sonntag noch einmal vor rund 6900 Besuchern auf der Seebühne gezeigt werden. Alle Tickets für den See waren bereits kurz nach der Premiere am 20. Juli ausverkauft. Bilanziert werden kann somit mit einer Auslastung von hundert Prozent. Vier Absagen bedeuten ein Minus von über 21.000 Besuchern, das Festspielhaus, wo bei Regen eine halbszenische Variante angeboten wird, hat nur rund 1600 Plätze. Trotz des Hitzesommers waren heuer vier Absagen unvermeidbar. In den letzten 30 Jahren kam es zu maximal drei Absagen pro Saison. Da die Festspiele eine Regenversicherung abgeschlossen hatten, die nach der dritten Absage schlagend wird, ist der finanzielle Verlust laut Anfrage bei Pressesprecher Axel Renner mit einer Million Euro zu beziffern.

<p class="caption">Die Opernproduktion im Festspielhaus, "Sibirien" von Umberto Giordano, erfuhr eine inhaltliche Aufwertung und kommt als Bregenzer Festspielproduktion ans Theater in Bonn. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span></p>

Die Opernproduktion im Festspielhaus, "Sibirien" von Umberto Giordano, erfuhr eine inhaltliche Aufwertung und kommt als Bregenzer Festspielproduktion ans Theater in Bonn. VN/Paulitsch

Insgesamt sahen heuer 166.783 Menschen Puccinis „Madame Butterfly“ in der Inszenierung von Andreas Homoki, insgesamt konnten heuer 231.185 Kulturinteressierte bei den Festspielen begrüßt werden. Die Opernproduktion im Festspielhaus, Umberto Giordanos „Sibirien“, war mit 86 Prozent ausgelastet, bei den Opernstudioproduktionen lassen sich 93 Prozent errechnen. Mit 75 bis 81 Prozent Auslastung wären beim zeitgenössischen Musiktheater und beim Schauspiel noch Steigerungen möglich. Die enorme Bandbreite von Opernhits bis zu Opernuraufführungen zeichnet die von Intendantin Elisabeth Sobotka geleiteten Bregenzer Festspiele allerdings aus bzw. charakterisiert das künstlerische Format. Im Sommer 2023 steht „Madame Butterfly“ mit 26 oder evtl. 27 Aufführungen wieder auf dem Festspielprogramm. Im Haus wird Verdis Oper „Ernani“ von Lotte de Beer inszeniert. Mitte November dieses Jahres steht das Gesamtprogramm fest.