„Spotlight“ auf die Alte Dogana

Kultur / 05.10.2022 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Flood“ verschränkt Schrift, Bild und Sound. Guenter Richard WETT
„Flood“ verschränkt Schrift, Bild und Sound. Guenter Richard WETT

FELDKIRCH Die Lichtstadt Feldkirch, die im vergangenen Jahr rund 25.000 Besucher anlockte, findet mit dem neuen Format „Spotlight“ eine spannende Erweiterung. In Zeiten der Energiekrise und den damit verbundenen hohen Preisen ohnehin der richtige Zeitpunkt für eine reduzierte Variante. Die nächste Lichtstadt Feldkirch ist vom 4. bis zum 7. Oktober 2023 geplant.

Auf die Fassade der denkmalgeschützten Alten Dogana werden bis zum 8. Oktober Texte der 1948 verabschiedeten „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ projiziert. Bei „Flood“, so der Name der Projektion, verschränken sich Schrift, Bild und Sound auf eindrückliche Weise. Im Vordergrund stehen die Auseinandersetzung der Menschenrechte mit Freiheit, Gleichheit, Meinungsfreiheit, soziale Sicherheit, Bildungsrecht und Asylrecht sowie die Beschäftigung mit dem Klimawandel und den damit einhergehenden Themen und Konsequenzen wie beispielsweise Migration. Die Auswirkungen des Klimawandels sind überall bemerkbar, ganz besonders aber im Globalen Süden, wo die Menschen in zunehmend prekäre Lebensverhältnisse gedrängt werden.

Aus den Buchstaben und Wörtern, die sowohl die gültige Fassung der Menschenrechte als auch ihre in Hinblick auf den Klimawandel drängendsten Erweiterungen thematisieren, schälen sich in „Flood“ bewegte Bilder von Landschaften und Wasser. Zentrale Begriffe werden durch die Stilmittel Licht und Schatten dargestellt und eine Collage von Texten – kombiniert mit atmosphärischen Klängen aus Natur und Technik – bietet ein akustisches Klangerlebnis. Ein selbstgeschriebenes Programm für generative Grafik fügt mit 3D- und Text-Animationen, Naturaufnahmen und Aufnahmen zu den Themen Migration, Landschaft, Wasser die gesamte Produktion zu einem visuellen Erlebnis zusammen.

Die Künstler

Entstanden ist „Flood“ durch die Zusammenarbeit zweier österreichischer Künstler. Die in Feldkirch geborene Medienkünstlerin Ruth Schnell lehrt seit 1987 an der Universität für angewandte Kunst Wien und leitet seit 12 Jahren die Klasse für Digitale Kunst. Zu ihrem Kunstschaffen zählen Mediale Environments, Kunst im öffentlichen Raum, Videoskulpturen, Lichtobjekte, Fotografie und Video. Martin Kusch leitet die digitale Performance-Gruppe kondition pluriel, Montreal und das Fulldome VR/AR Lab an der Universität für angewandte Kunst in Wien. VN-AMA

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