Spektakuläres im Alten Zollhaus

Kultur / 23.10.2022 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Alten Zollhaus treffen bildhauerische Techniken auf eine Auseinandersetzung mit Alltagsarchitekturen. Florian Raidt
Im Alten Zollhaus treffen bildhauerische Techniken auf eine Auseinandersetzung mit Alltagsarchitekturen. Florian Raidt

Mathias und Bernhard Garnitschnig stellen in Hohenweiler aus.

Hohenweiler In der aktuellen Ausstellung der Brüder Mathias und Bernhard Garnitschnig im Alten Zollhaus in Hohenweiler treffen bildhauerische Techniken auf eine Auseinandersetzung mit Alltagsarchitekturen. Die Ausstellung ist das Resultat eines andauernden Prozesses der Suche nach Formen und Geschichten in den Zwischenräumen und unter den Oberflächen technischer Infrastrukturen. So entsteht ein spekulatives Abbild von alternden Modernismen und den wuchernden Formen in den hinterlassenen Verbindungen und Lücken. Durch den spielerischen Einsatz von Ausdrucksweisen und Abdrucktechniken bilden sich Formen des Widerstands und Nuancen von Durchlässigkeit ab. Gips wird durch Leitungssysteme und Verdichtungen geformt, um voluminöse Proportionen anzunehmen, die Spuren des Wildwuchses auf Fassadensystemen werden zu Mustern auf großformatigen Wandtafeln. Anhaltende formale und manieristische Fragen aus der Bildhauerei begegnen posthumanen Überlegungen zur Gestaltungs(ohn)macht von Technologie und nichtmenschlichen Mitgestaltern der Umwelt.

Galerist Florian Raidt, selbst bekannter Fotokünstler, stellt bereits seit einiger Zeit das ehemalige Zollhaus Künstlern für Ausstellungen sowie für Arbeiten zur Verfügung. Die Ausstellung ist noch bis 30. November zu besichtigen.

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