Disney lässt eine neue Welt entstehen

Kultur / 23.11.2022 • 16:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Strange World“ ist ein Film, der topaktuelle Themen behandelt. ap
„Strange World“ ist ein Film, der topaktuelle Themen behandelt. ap

“Strange World”, ein Film mit poppigen Farben, großen Actionszenen und viel Humor.

Animationsfilm Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit bringt Disney mit „Strange World“ sein neuestes Animationsabenteuer ins Kino. Herausgekommen ist ein Jules Verne für das 21. Jahrhundert in der Tradition von „Die phantastische Reise“ oder „Die Reise ins Ich“. Eine multiethnische Crew muss sich dabei im Raumschiff auf ein gefährliches Abenteuer in die Tiefen ihrer Welt begeben, um die Versorgung mit Energie sicherzustellen – topaktuell also das Ganze. Im Kern von „Strange World“ steht disney-typisch aber selbstredend auch eine Familiengeschichte. So entdeckte vor einem Vierteljahrhundert der Teenager Searcher Clade bei einer Expedition mit seinem Vater Jaeger eine leuchtende Pflanze in den Bergen. Diese dient seither als Energiequelle für das aufblühende Reich Avalonia, das von unüberwindlichen Bergen umschlossen ist.

Mysteriöse Pflanzenkrankheit

Als jedoch eine mysteriöse Pflanzenkrankheit die Ernte bedroht, macht sich Bauer Searcher mit einer Crew rund um die toughe Präsidentin Callisto Mal und mitsamt Gattin Meridian und seinem Sohn Ethan auf eine gefährliche Reise ins Erdinnere zur Wurzel der Pflanze. Dort entdecken sie nicht nur eine wundersame, subterrane Welt, die in bunten Farben schillert und voller wubbeliger Kreaturen ist, sondern auch den seit 25 Jahren verschollen Abenteurer Jaeger. Gemeinsam muss man die Welt retten und die supragenerationalen Konflikte überwinden. Schließlich stehen Traumata und die Frage, was ein „echter Mann“ ist im Raum. Denn Vater Jaeger ist der große Explorer mit Muskelbergen, der eher handelt als denkt und einst seine Familie für die Mission geopfert hat – Stichwort toxische Männlichkeit. Sohnemann Searcher ist dagegen eher der zurückhaltende Familienvater, der stets auf seiner Scholle glücklich war, über seine Gefühle sprechen kann und dieses Leben auch für Sohnemann Ethan im Auge hat, was dieser durchaus anders sieht.

Stilistisch hält sich Regisseur Don Hall nahe an die 60er-Jahre-Abenteuergeschichten. Poppige Farben, große Actionszenen und viel Humor werden vermengt mit putzigen Animationsfiguren, deren Mimik und Gestik zugleich überraschend authentisch, natürlich daherkommt.

Strange World

Regie Don Hall, Qui Nguyen

Synchronstimmen Deutsch Marius Clarén, Matti Klemm, Marco Eßer, Dennenesch Zoudé

Start 24. November

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