Gruppenausstellung „lost space 2“

Kultur / 08.12.2022 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Angelo Roventos Ensemble zweier in Zusammenspiel stehender Eier. Sägenvier (5)

Offen Art in der Dornbirner Gewölbegalerie – „Kleiner Luger“

Dornbirn Die Dornbirner Kunstvereinigung Offen Art kuratiert ihre bereits zweite Gruppenausstellung in der Galerie “Kleiner Luger”. Der Verein mit 30 kunstschaffenden Mitgliedern wird vom ehemaligen „Wanted“-Schlagzeuger und langjährigen Lehrer am Dornbirner Jazzseminar Benny Gleeson geführt.

Ein Geschäftshaus, welches im Besitz der Stadt Dornbirn ist, in bester Lage schon seit vielen Jahren einfach leer stehen zu lassen und nur sehr sporadisch als Lagerräumlichkeit zu nutzen, ist wohl nicht der Weisheit letzter Schluss. Nachdem bereits im vergangenen Jahr Gespräche zwischen den Kunstschaffenden mit Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Kulturstadtrat Alexander Juen und Kulturamtsleiter Roland Jörg stattgefunden haben, hofft der Verein weiter, die Gewölbegalerie mit einem vernünftigen Nutzungsvertrag „bespielen“ zu können. Begrüßenswert wäre es auf jeden Fall, wenn mehrere Ausstellungen im Jahr in diesem wunderbaren Raum, der sich bestens als Galerie eignet, stattfinden könnten.

Die Werke vermitteln Einblicke in das aktuelle Schaffen Dornbirner Künstler.
Die Werke vermitteln Einblicke in das aktuelle Schaffen Dornbirner Künstler.

Aktuell werden Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und Objekte, die in ihrer Vielfalt Einblicke in das aktuelle Schaffen Dornbirner Künstler bieten, präsentiert. Aufgenommen wurden für die Ausstellung auch Künstler, die keine Dornbirner im klassischen Sinne sind, jedoch zum Teil schon sehr lange in Vorarlbergs größter Stadt ansässig sind. Und so finden sich neben den einheimischen auch Künstler aus der Ukraine, aus Holland und England.

Die Ausstellung kann man noch bis zum 15. Dezember besuchen.
Die Ausstellung kann man noch bis zum 15. Dezember besuchen.

Besonders ins Auge sticht beim Betreten der temporären Galerie Angelo Roventos Ensemble zweier großer Eier. Das erste Ei ist aus weiß gekalktem, massivem Vollholz, Rovento greift damit den Ostergedanken der bunt gemalten Eier auf, die positive Gedanken der Harmonie und der Hoffnung vermitteln möchten.

Das ehemalige "Kleine Luger"-Haus eignet sich hervorragend für Ausstellungen.
Das ehemalige "Kleine Luger"-Haus eignet sich hervorragend für Ausstellungen.

Das Holzei ist ein Kalapodium, eine Form, die aus sich heraus wieder etwas erschafft, eine Art Schusters Leisten. Und so entstand aus dem ursprünglichen Holzobjekt ein zweites Ei aus Alublech, viel leichter und in Schwarz, einer Bombe ähnelnd. Rovento gab ihm den Namen „Little Boy“, nach der 1. Atombombe, die auf Hiroshima abgeworfen wurde. Die beiden Objekte zusammengenommen zeigen im ständigen Zusammenspiel eindrucksvoll, wie aus einer friedlichen Form etwas Böses entstehen kann.

Egmont Hartwig präsentiert fotorealistische Ölmalerei.
Egmont Hartwig präsentiert fotorealistische Ölmalerei.

Evelyne M. Fricker nennt ihre 3D-Arbeiten im Format von 12x12x3 cm „Moderne Reliquien“. Georg Vith zeigt langzeitbelichtete Fotos des „Kleiner Luger“ und Peter Langebner präsentiert Bilder, „die sich mit der ‚Genesis nach der Apokalypse’ und der ‚Coronazeit’ beschäftigen“. Klara Vith & Paul Wardski zeigen in England entstandene Malereien und Buchdrucke, deren Texte Zitate aus Büchern des britischen Designers Terence Conran sind. “Hinter dem Bilderbuch” ist das Werk von Inna Kalitka, in der sie den Gestaltungsprozess von der Idee zum fertigen Buch sichtbar macht. Benny Gleeson beleuchtet eindrucksvoll mittels Thermogravur auf Akrylglas die auf uns zueilende Umweltkatastrophe und Egmont Hartwig weiß mit seiner fotorealistischen Ölmalerei zu begeistern.

Gruppenausstellung LOST SPACE 2

Kunstvereinigung O f f e n A r t

Bis Donnerstag, 15. Dezember

Öffnungszeiten Mittwoch 17 bis 19 Uhr und Samstag 10 bis 12 Uhr

Galerie „Kleiner Luger“, Dornbirn, Riedgasse 6.

 

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