Ein visuelles Spektakel mit Ökobotschaft

Kultur / 14.12.2022 • 17:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wie der Titel verrät, entführt der Film in eine (Unter)Wasserwelt. ap
Wie der Titel verrät, entführt der Film in eine (Unter)Wasserwelt. ap

13 Jahre lang mussten Fans auf die Fortsetzung von “Avatar” warten.

Animationsfilm 13 Jahre nach dem ersten Kassenschlager  „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ bringt James Cameron mit „Avatar – The Way of Water“ einen weiteren Teil der Saga ins Kino. Wie der Titel verrät, entführt der Film in eine (Unter)Wasserwelt. Auch wenn die Story keinen zu großen Tiefgang hat, geht „Avatar“ nicht unter. Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, der auch am Schnitt mitwirkte, lässt einmal mehr staunen, was die Effekte betrifft. Die fotorealistisch computergenerierten Figuren, animiert mit Motion-Capture-Verfahren, und die farbenfrohen Schauplätze wirken noch realer und verblüffender als im ersten Teil. Der Score von Simon Franglen orientiert sich stark am Original des 2015 verstorbenen James Horner und unterstreicht dabei die Magie.

Man lässt sich gerne treiben

Über weite Strecken wirkt „Avatar – The Way of Water“ wie eine Dokumentation von National Geographic über einen unentdeckten Kontinent. Viel Zeit nimmt sich Cameron, um Fabeltiere und -Flora zu Land, Luft und Wasser zu zeigen. Man sinkt in den Kinosessel und lässt sich gerne treiben. Es gibt jedoch auch eine Geschichte zu erzählen, die sich zwar in wenigen Sätzen zusammenfassen lässt und keinen Preis für Originalität verdient, aber zumindest mehr hergibt als jene von „Aufbruch nach Pandora“. Es sind die kleinen Ideen, die das große Ganze zusammenschweißen.

Dass die Erdenmenschen zurückkehren und erneut eine bombastische Schlacht bevorsteht (Stephen Lang darf „geklont“ weiter den Superbösewicht mimen), war zu erwarten. Na‘Vi-Anführer Jake Sully (Sam Worthington) und seine Kämpferfrau Neytiri (Zoe Saldaña) müssen ihre Familie in Sicherheit bringen (auf Pandora sind ebenfalls 13 Jahre vergangen). Als Flüchtlinge sehen sie sich mit Vorurteilen konfrontiert. Cameron bettet sein 190-Minuten-Effekt-Epos in große Gefühle. Dank der schauspielerischen Leistung des hochkarätigen Ensembles, dem nun auch Kate Winslet angehört, funktioniert das großteils – trotz der tricktechnischen Alien-Verpackung. Die Botschaften sind klar: gegen Umweltzerstörung, gegen Hass und Gier, gegen Ausgrenzung und für die Familie.

Avatar – The Way of Water

Regie James Cameron

Darsteller Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Jermaine Clement, Giovanni Ribisi

Start 14. Dezember

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