Richard Oesterreicher verstorben

Kultur / 19.01.2023 • 18:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Richard Oesterreicher mag nicht mehr in jedem Falle ein Begriff sein, seine unsterbliche Fußballhymne „Immer wieder Österreich“ aber sehr wohl. Dabei sind die Stadiongesänge nur ein kleiner Seitenstrang im großen Œuvre des Jazzers, der Akkordeon, Klavier, Gitarre und Mundharmonika gleichermaßen beherrschte. Am Dienstag starb Oesterreicher im Alter von 90 Jahren.

Oesterreicher wurde am 10. November 1932 in Wien geboren. Von Anfang an mit Musik konfrontiert, entschied sich der Sohn eines Musiklehrers 1947 dennoch zunächst für eine Lehre als Schriftsetzer. Nebenbei lernte er Akkordeon und Klavier, später auch Gitarre. 1958 gab er schließlich seinen erlernten Beruf ganz für die Musikleidenschaft auf.

ORF Big Band

Nach einigen Auftritten in Wiener Bars übernahm er die Leitung einer Band, die er in „Richard Oesterreich Quartett“ umbenannte. In den folgenden Jahren war er mit unterschiedlichen Formationen unterwegs – bis schließlich die entscheidende Wende anstand: Der ORF gründete eine 20 Mann starke Band und engagierte Oesterreicher als Studiogitarrist, Arrangeur und Musiker. 1972 wurde er Mitglied der ORF Big Band, 1974 übernahm er deren musikalische Leitung. Er komponierte unter anderem die Signations für die ORF-Shows „Wer A sagt“, „Champion“ und „Countdown“.

Auch beim Eurovision Song Contest waren Oesterreicher und die ORF Big Band einige Male zu hören, etwa bei „Keine Mauern mehr“ von Simone oder bei Thomas Forstners „Venedig im Regen“. Oesterreicher arbeitete mit Künstlern wie Udo Jürgens, Peter Alexander oder José Carreras zusammen.

Auch mit seiner Mundharmonika begeisterte Oesterreicher sein Publikum, etwa an der Seite von Toni Stricker oder Viktor Gernot.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.