Daisy Hoch: Neue Schneebilder

Kultur / 20.01.2023 • 17:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Die visuelle Verwandlung einer Landschaft durch Schneefall ist ein grandioses, lautloses Ereignis.“ Günter König
„Die visuelle Verwandlung einer Landschaft durch Schneefall ist ein grandioses, lautloses Ereignis.“ Günter König

Querschnitt von Werken der in Lech lebenden Malerin.

Lech Für die in Lech am Arlberg lebende Malerin Daisy Hoch ist der Schnee das alles bestimmende Motiv ihrer künstlerischen Arbeit. Diese Fokussierung, mittlerweile hat die Künstlerin über 600 Schneegemälde in Öl geschaffen, ist zu ihrem Markenzeichen, zu einem unverwechselbaren Alleinstellungsmerkmal geworden.

Malerei der Stille

Die Künstlerin hält sämtliche Nuancen, welche die winterliche Natur zu bieten hat, auf ganz unverkennbare Weise in ihrer Bilderwelt fest. Sie vermittelt die Ästhetik und Schönheit der winterlichen Bergwelt genauso wie die diffuse, die Grenzen verschwinden lassende Landschaft bei Schneesturm und Nebel. Im Rahmen ihrer Ausstellung „Neue Schneebilder“ präsentiert Hoch ab 21. Jänner in der Galerie in der Sonnenburg in Oberlech einen Querschnitt ihrer in den letzten Jahren entstandenen Werke. Von besonders expressivem Ausdruck ist der „Corona-Zyklus“, der in der Zeit der Pandemie entstanden ist, als sich ihr Atelier gleichsam in eine Klosterzelle verwandelt hatte. Im Rahmen der Vernissage präsentiert die Malerin auch das Kunstbuch„Daisy Hoch“, in dem über 70 Arbeiten abgebildet sind. Die Texte stammen unter anderem von Thomas D. Trummer (Direktor Kunsthaus Bregenz) und der Schriftstellerin Monika Helfer.

Der Maler und Fotograf Manfred Bockelmann, der Bruder von Udo Jürgens, bezeichnet die Werke der Künstlerin in seinem Katalogvorwort als „Malerei der Stille“. Bockelmann: „Die visuelle Verwandlung einer Landschaft durch Schneefall ist ein grandioses, lautloses Ereignis! Das Weiß des Schnees scheint die geologischen Formen und ihre Farben sanft zu umhüllen und aufzulösen. Die Künstlerin versteht es dank ihrer hohen Sensibilität, dieses Phänomen mit ihrer Malerei zu formulieren.“

Die Galerie in der Sonnenburg ist 1981 von der Künstlerin Daisy Hoch gegründet worden. Nationale und internationale Kunst – von Aric Brauer und Paul Flora über Arnulf Rainer, Markus Prachensky und Max Weiler bis hin zu Hermann Nitsch und Herbert Brandl reicht das Spektrum – wurde und wird hier der Bevölkerung und den Gästen von Lech nahegebracht. 2021 hätte das 40-Jahr-Jubiläum der Galerie gefeiert werden sollen, doch die Pandemie machte diesem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung. Dieses Jubiläum wird nun ebenfalls am 21. Jänner nachgeholt. Daisy Hoch kam 1941 in Pirmasens (Deutschland) zur Welt und wuchs in Neu-Ulm auf. Sie studierte an der Kunstschule Zürich und an der Akademie der Bildenden Künste München Malerei.

„Als die, die nur Schnee malt“, ist Daisy Hoch bis über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. sabine hauswirt
„Als die, die nur Schnee malt“, ist Daisy Hoch bis über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. sabine hauswirt

Daisy Hoch: Neue Schneebilder

Galerie in der Sonnenburg, Lech am Arlberg. 21. 1. bis Ende April

www.daisy-hoch.art

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