Herausragende Leistungen aufzeigen und würdigen

Kultur / 21.01.2023 • 04:00 Uhr / 8 Minuten Lesezeit
Herausragende Leistungen aufzeigen und würdigen
fidesda, Frederick Sams, Marlene Fröhlich/Lux und Lumen, Präg, Shutterstock

Kunst- und Kulturpreis der Vorarlberger Nachrichten in Kooperation mit der Wiener Städtischen Versicherung wird ausgelobt.

Schwarzach Die Kunstszene zählt zu den prosperierenden Bereichen in Vorarlberg. Ausschlaggebend dafür waren in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor allem die Initiativen einzelner, besonders qualifizierter Personen oder Gruppierungen, in denen sich solche Persönlichkeiten zusammenfanden, um aktiv zu werden. Nicht zuletzt sind es ein interessiertes Umfeld und eine inspirierende Atmosphäre, in denen schöpferische Leistungen ermöglicht und gefördert werden. Zahlreiche Künstler sowie Kulturschaffende und Kulturvermittler zählen zu jenen, die den Menschen in Vorarlberg neue Perspektiven eröffneten und mit ihrem Wissen, der Präsenz ihrer Arbeiten oder ihrer Tätigkeit in verschiedenen Einrichtungen in hohem Maß zur Lebensqualität in der Region beigetragen haben.

Herausragende Leistungen aufzeigen und würdigen

Dies zu unterstreichen, sehen die Vorarlberger Nachrichten als Aufgabe. Dazu dient die mediale Begleitung von Produktionen und Präsentationen von künstlerischen Arbeiten. Als besonderes Engagement im Kunst- und Kulturbereich wird heuer von den Vorarlberger Nachrichten in Kooperation mit der Wiener Städtische Versicherung Vorarlberg erstmals ein Kunst- und Kulturpreis ausgelobt.

Dotierung

Mit dem Preis werden jährlich hervorragende Leistungen im Bereich von Kunst und Kultur gewürdigt. Um auch aktuelle Arbeiten und Projekte berücksichtigen zu können, wird der Preis dezidiert für Künstlerinnen und Künstler aller Gattungen sowie Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler ausgelobt.
Das Preisgeld beträgt insgesamt 20.000 Euro. Vergeben werden ein Hauptpreis in der Höhe von 12.000 Euro und zwei Anerkennungspreise in der Höhe von je 4000 Euro.

Gewidmet wird der Preis professionell tätigen Personen oder Gruppierungen für herausragende, aktuelle, innovative Arbeiten und Projekte aus dem Bereich der bildenden Kunst, der Musik, der Literatur, der darstellenden Kunst, des Filmschaffens oder der Kunstvermittlung. Im Fokus steht dabei die spezielle Leistung oder ein Projekt und nicht unbedingt das Gesamtwerk einer Künstlerin oder eines Künstlers. Ausgezeichnet werden künstlerisch tätige Personen, die in Vorarlberg geboren wurden oder solche, die seit Längerem in Vorarlberg leben und arbeiten. Ein Alterslimit ist nicht vorgesehen.

Jury

Die Jury wird mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen besetzt, die in der Lage sind, künstlerische Bewertungen zu argumentieren. Zu ihrer Qualifizierung zählt es, dass sie umfassende Kenntnis über das künstlerische Schaffen in Vorarlberg im Zeitraum von mehreren Jahren oder Jahrzehnten haben.

Kriterien

Neben der Fokussierung auf eine spezielle Leistung und die hohe Qualität der Werke, der Produktionen oder Projekte hat die Jury bei der Nominierung und bei der Entscheidung für die Preisträgerinnen und Preisträger bestimmte Faktoren zu berücksichtigen. Dazu zählen beispielsweise die Nachhaltigkeit und die thematische Relevanz der Arbeiten und Projekte sowie Arbeiten und Projekte, die im Besonderen zur Entwicklung von Kultureinrichtungen in der Region beigetragen haben. Als weitere Punkte, auf die die Jury bei der Nominierung achten kann, sind die Setzung von Impulsen und die Förderung des Generationendialogs zu erwähnen. Zudem können auch Arbeiten und Projekte, die Disziplinen miteinander verschränken oder solche, die partizipativ sind und sich um Zugänglichkeit bemühen, besondere Berücksichtigung finden.
Vor dem ersten Sitzungstermin werden die Mitglieder der Jury der Öffentlichkeit bekannt gegeben. Bis Mai dieses Jahres muss das Gremium zu einer Entscheidung kommen.

Weitere Anstrengungen

Was macht die Prosperität im Kulturbereich in der Region bzw. im Bundesland Vorarlberg aus? Einmal ist das die Gründung professionell agierender Orchester und Musikensembles verschiedener Genres, die in den letzten Jahrzehnten erfolgt ist. Die Bregenzer Festspiele haben sich schon vor Jahren zu einem Kulturunternehmen mit umfangreichem Programm von der großen Oper bis zu Uraufführungen entwickelt und diesen Charakter gefestigt. Abgesehen von der internationalen Aufmerksamkeit, die sie generieren, wurde durch die Einbeziehung von im Land tätigen hochqualifizierten Künstlerinnen und Künstlern ein weiterer Aspekt der regionalen Verankerung ermöglicht.

Neben dem Landestheater haben sich mehrere professionelle Unternehmen und Gruppierungen im Bereich der darstellenden Kunst etabliert, die auch mit Vorarlberger Autorinnen und Autoren zusammenarbeiten. Die Zahl der Plattformen für bildende Kunst bzw. Video- und Filmkunst hat sich erhöht. Um die Reichhaltigkeit des kulturellen Angebots und den Weiterbestand von Orten des Diskurses, der Information, der Bildung und des gemeinsamen Erlebens sicherzustellen, bedarf es noch weiterer Anstrengungen, die mit diesem Preis unterstützt werden.

Der Partner und die Unterstützer des Kunst- und Kulturpreises

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Die Wiener Städtische hat eine knapp 200 Jahre alte Geschichte und die Förderung von Kunst und Kultur war ihr dabei seit jeher ein zentrales Anliegen. Davon zeugen viele Initiativen und Projekte, die in der Vergangenheit österreichweit gefördert und unterstützt wurden. Besonders stolz macht es mich, den von den Vorarlberger Nachrichten neu ins Leben gerufenen Kunst- und Kulturpreis zu unterstützen. Denn aus meiner Sicht ist es ein Gebot des Anstandes, den Menschen der Region, in der wir geschäftlich tätig sind, so oft es möglich ist, etwas zurückzugeben. Und wie könnte das schöner erfolgen als über den Weg der Kunst und der Kultur. Alexander Meier, Landesdirektor der Wiener Städtische Vorarlberg

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Kunst funktioniert nur durch die Begegnung von Künstlerinnen und Künstlern mit dem Publikum bzw. durch die Begegnung von Betrachterinnen und Betrachtern mit einem Werk. Ich denke, dass die Kulturbranche in der Pandemie sehr gelitten hat. Mit diesem Preis wird unterstrichen, dass die Kunst eine Plattform braucht und dass ihr verstärkte Aufmerksamkeit zukommen soll. Das erachte ich für unterstützenswert. Wir sind ein Maklerunternehmen mit fünf Standorten in Vorarlberg. Was fidesda ausmacht, ist die Regionalität. Hier ergibt sich eine Parallele, denn mit dem Preis wird der Fokus auf das gerichtet, was in der Region entsteht. Michael Selb, Geschäftsführer fidesda Versicherungsmakler GmbH

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Sehr viele unserer Kunden haben eine Affinität zu Kunst und Kultur. Man kann durchaus sagen, dass die Marke Porsche in einem Nahverhältnis zu Kunst und Design steht. Dies kommt unter anderem auch konkret in Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern zum Ausdruck. Es liegt in unserem Interesse, die regionale Kunstszene zu fördern. Durch diesen Preis gelangt das, was in verschiedenen Kunstbereichen in Vorarlberg geschaffen und geleistet wird, verstärkt an die Öffentlichkeit. Vielen Menschen ist vielleicht gar nicht bewusst, wie viel Großartiges in der Region entsteht. Rudi Lins, Geschäftsführer bei Rudi Lins Gmbh&Co KG

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Als Juwelier sehen wir uns nicht nur als Anbieter von hochwertigen Schmuckstücken und edlen Zeitmessern, sondern auch als Verfechter der Kunst. Unsere Schmuckstücke und Uhren sind mehr als Accessoires, sie sind Kunstwerke, die Handwerkskunst, Design und Kreativität vereinen. Wir sind stolz darauf, einen Kunstpreis unterstützen zu dürfen, der Talente fördert und ihnen eine Plattform bietet. Unser Engagement im Kunstbereich ist ein wichtiger Bestandteil unserer Firmenphilosophie und ermöglicht, den kulturellen Austausch und die künstlerische Inspiration in der Region zu fördern. Anna-Lena Hollfelder, Inhaberin und Geschäftsführerin der Präg GmbH

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