Mehrheit ist für ein Rauchverbot!?

Leserbriefe / 26.10.2012 • 16:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das ist wieder eine Schlagzeile, die mich veranlasst, Folgendes festzuhalten: Obwohl ich Raucher bin, besteht mein engster Freundeskreis durchwegs aus Nichtrauchern. Wir treffen uns regelmäßig in unseren Wohnungen und besuchen auch regelmäßig Gastronomiebetriebe. Das Rauchen in den Wohnungen war für mich schon tabu, bevor diese Anti-Raucher-Kampagne entstanden ist. Gastronomiebetriebe habe ich inzwischen auf ein paar eingeschränkt, wo ich zumindest an der Bar nach dem Essen meine Zigarre rauchen kann. Es ist allgemein bekannt, dass Umfragen immer den Vorstellungen des Auftraggebers zu entsprechen haben. Daher könnte man sich diese ersparen. Bei der Gelegenheit möchte ich die Verantwortlichen einmal fragen, ob es nicht der bessere Weg wäre, alle (Nichtraucher und Raucher) dazu zu bewegen, rücksichtsvoller mit einander umzugehen. Ich gehe z. B. auch nicht in ein Lokal, wo nicht geraucht werden kann, obwohl das eine oder andere mich zu einem Besuch animieren würde. Kann man das nicht von einem Nichtraucher auch verlangen? Außerdem sind beim Inkrafttreten des Gesetzes die Gastronomen überhaupt nicht gefragt worden, ob dieses ihren Vorstellungen entspricht, obwohl gerade sie in erster Linie die Bedürfnisse ihrer Kunden zu erfüllen haben. Im Gegenteil – viele mussten ihre Betriebe schließen, da sie aus z. B. architektonischen Gründen keine Raumtrennung durchführen konnten.

Gerhard Gratwohl,

Hohenemser straße 40,

Lustenau