Der Wert des ­Kochens

Leserbriefe / 28.10.2012 • 19:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Elisabeth Feuerstein, VN vom 16. 10.:

Ich möchte mich bei Frau Feuerstein für ihr Plädoyer bezüglich der traditionellen und ökologischen Landwirtschaft bedanken. Damit die ökologisch produzierten Produkte unserer Landwirte auch zur Gaumenfreude werden, muss auch die Verarbeitung in der Küche stimmen. Und hier hapert es gewaltig bei der heutigen Jugend. Wollen wir nicht alle, dass unsere Kinder und Jugendlichen kritische Konsumenten werden, die von den Fast-Food-Palästen und Fertiggerichten unabhängig sind, weil sie wissen, wie man gut kocht? Wenn die Eltern nicht die Zeit und Energie haben, ihrem Kind das Kochen von der Pike auf beizubringen, wer soll es dann?

Ich erinnere mich noch an einen hauswirtschaftlichen Zweig am BORG Bludenz, aber das ist schon viele Jahre her. An welchen Gymnasien ist Kochen heute noch Pflichtfach? Daher gilt mein Dank auch allen, die sich für den Fortbestand von „Ernährung und Haushalt“ als Pflichtfach an den Vorarlberger Mittelschulen eingesetzt haben. So können Schüler und Schülerinnen dort auch weiterhin den Spaß an der Zubereitung und am Genuss selbstgemachter Köstlichkeiten erleben. Aus Erfahrung weiß ich, dass dies viel nachhaltiger ist als reine Theorie über Ernährungspyramiden und Verbotslisten. Die Produkte auf solchen Listen werden in der Werbung angepriesen und sind für Kinder oft, gerade weil „verboten“, umso reizvoller.

Angelika Diem,
Untersteinstraße 5, Bludenz