Hochwasser­vorsorge verbessert Rheinhochwasserschutz

Leserbriefe / 07.11.2012 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Rhein am 1. Juli 2008: So kann das ausschauen nach stundenlangem Dauerregen. Foto: D. Mathis
Der Rhein am 1. Juli 2008: So kann das ausschauen nach stundenlangem Dauerregen. Foto: D. Mathis

Klimaforscher belegen anhand von langjährigen Aufzeichnungen eine Klimaerwärmung, wonach durch erhöhte Verdunstung sich im Weiteren Wasserdampf bildet, mit unberechenbaren Wetterfronten. Schicksalhafte, regionale Starkniederschläge und Wolkenbrüche bedrohen Menschen, die an Flüssen leben, wohnen und arbeiten, so auch am Alpenrhein. Experten erklären, dass es keinen hundertprozentigen Hochwasserschutz gibt. Somit ist die statistische Auslegung „Jahrhunderthochwasser“ irreführend, denn Hochwasser kann jährlich stattfinden. Die dichte Verbauung in unmittelbarer Nähe zum Rheindammfluss, wie z. B. in Lustenau, bedarf eines verstärkten Hochwassermanagements, nicht nur durch die in Gang befindliche technische Hochwasserschutzplanung „Rhesi“, sondern auch durch Hochwasservorsorge in der Erstellung eines Gefahrenzonenplans für das Gemeindegebiet. Hochwasservorsorge kann in einem Gefahrenzonenplan verdeutlicht werden, indem die Bevölkerung Informationen und Anregungen zur Eigenvorsorge erhalten. Das überarbeitete Vorarlberger Baugesetz aus dem Jahr 2008, § 4/3 – Naturgefahren – schützt verbindlich gefährdete Bauwerke und Infrastrukturen z. B. vor Wasser, durch Wahrnehmung von Vorkehrungen in der Raumplanung, Flächenwidmung, Bauverfahren und Baubewilligungen im eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde. Integrierte Hochwasservorsorge als Strategie für die Zukunft verbessert den Hochwasserschutz nachhaltig und schafft so die Grundlage für eine zukunftsorientierte, lebenswerte Gemeinde am Rhein.

Max Schöringhumer, Am Neuner 7, Lustenau