Dringende Hilfe ist gefordert

Leserbriefe / 08.11.2012 • 21:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Traiskirchen ist dreifach überbelegt mit Flüchtlingen; die Bundesländer, die in der Pflicht zur Aufnahme wären, stellen sich taub. Elternlose Kinder – von Kriegen und Flucht gezeichnet – werden menschenunwürdig untergebracht und behandelt, Brüder werden von verantwortungslosen Beamten getrennt zur „Verwahrung“ gebracht. Einer von ihnen irrt wohl noch durch kalte österreichische Nächte. Braucht es noch mehr, um dieses Elend zu beschreiben? Wir Vorarlberger sind doch in allem vorne. Wir könnten doch den ersten Schritt tun, vorbildlich für die anderen, säumigen Bundesländer. Wir könnten all die elternlosen Flüchtlingskinder zu uns nehmen. Wir haben hervorragende (Kinder-)Psychologen, wir könnten Sprachkurse und auch die Unterkunft organisieren. Die Kinder wären unter ihresgleichen.

Eigentlich sind wir doch sozial und haben Mitleid. Jetzt könnten wir es auch beweisen. Ich bin überzeugt, dass unsere Landespolitiker jetzt Zeichen setzen werden.

Otto P. Kazil, Belruptstrasse 59, Bregenz