Sind wir wirklich mündige ­Patienten?

Leserbriefe / 12.11.2012 • 19:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die grundsätzliche Frage lautet: Wie gehe ich mit meinem Körper um?
Die grundsätzliche Frage lautet: Wie gehe ich mit meinem Körper um?

Zum VN-Bericht „Mündige Patienten“ vom 10. 11. 2012:

Mündigkeit bedeutet, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Dabei stehen äußerst wichtige persönliche Themen auf dem Prüfstand, die da wären: Wie bewusst lebe ich? Wie wichtig ist mir meine Gesundheit? Wie sorgsam gehe ich mit mir um? Wie viel bin ich mir wert? Wie viel Lebensstruktur und welche Lebensziele habe ich? Wie ernähre ich mich? Wie wichtig ist mir eine gesunde Lebensführung? Wie sorgsam gehe ich mit meinem Körper um? Wie wichtig ist mir körperliche Bewegung? Inwieweit bin ich bereit, mich äußeren Zwängen zu unterwerfen, Einschränkungen in den persönlichen Freiheitsgraden im Leben zu akzeptieren? Wie viel bin ich bereit zu investieren, um eine bessere Lebensweise zu erhalten? All diese Themen haben etwas mit grundsätzlichen Einstellungen und nicht zuletzt Verhaltensweisen zu tun. Eben dem persönlichen Lebensstil, welcher auch die Individualität jedes Menschen prägt. Mündig zu sein bedeutet, die eigene Gesundheit und den eigenen Körper mit bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen. Es ist schon einfach genug, den „Schwarzen Peter“ immer anderen zuzuschieben, und wenn man ihn dann wieder mal zurückbekommt, das Maul unendlich weit aufzureißen und die „Schuld“ wiederum anderen zuzuweisen. Aber bekanntlich regiert ja Geld die Welt und Mündig­keit ist nicht unbedingt altersabhängig.

Elmar Kräutler, Hämmerlestraße 54, Feldkirch