Wohlwollen der Regierungen

Leserbriefe / 13.11.2012 • 21:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Regierungen sorgen für gutes Auskommen miteinander, für freundschaftliche Beziehungen zu anderen Ländern usw. Ihnen obliegt aber auch die Verteilung von Geldern. Da gibt es viele Wünsche und Ansprüche. Darunter fallen alle der Allgemeinheit dienenden Immobilien wie Ämter, Verwaltungen von landeseigenen Unternehmungen, viele Arten von Schulen und Bildungsstätten, aber auch Theater, Konzertsäle, Museen, Kongresshäuser u. a. Die Ausstrahlung aller dieser Institutionen ist erheblich. Doch wo diese kostspieligen Bauten platziert werden, ist eine entscheidende Frage – selbst für die Zukunft schon. Wo sie spürbar fehlen, wird lange Zeit keine Entwicklung möglich sein, denn aus eigener Kraft kann auch eine große Stadt mit viel Produktion und Export solche Summen nicht aufbringen. Die Erträge werden ja zentral verwaltet. Es entsteht eine Stadt mit wenig Zustrom. Die Bewohner müssen zur Erlangung jener nur auswärts gebotenen Möglichkeiten in eine andere Stadt fahren. Für die Freizeit werden die Anziehungspunkte dort sein, wo viele Angebote bestehen. Da wird auch das Einkommen höher sein und die Menschen können sich mehr leisten.

Erst kürzlich hat der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz bei einem Interview zu verschiedenen Fragen auch gesagt: Chancengleichheit wird es nicht geben, denn Kinder von Eltern mit hohem Einkommen und guter Ausbildung werden immer bessere Zukunftsaussichten haben. Die anderen werden sich mehr anstrengen müssen. Er hat noch das Wort von Odo Marquart zitiert: Zukunft braucht Herkunft!

Alma Klocker, Weißachergasse 24, Dornbirn