1,8 Prozent für Politikergehälter – Pensions­-anpassung

Leserbriefe / 14.11.2012 • 20:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Finanzierbarkeit der Erhöhung von Politikerbezügen ist (vermutlich) gerechtfertigt, denn sie liegt ja unter der Inflationsrate. Aber können diese 1,8 % auch für Pensionen, die zum Teil an der Armutsgrenze liegen, als gerecht empfunden werden? Dies sollten alle Volksvertreter einmal überdenken. Eine Erhöhung unter der Inflationsrate ist für alle (ohne Ausnahme) bis zu einem Einkommen von 2000 Euro als unbefriedigend (verhöhnend) zu bewerten, und ich würde diese als Lebenskünstler einstufen. Ich würde jeden, der an diesen Pensionsverhandlungen teilgenommen hat, „bitten“, wenigstens für einige Monate diesen Lebensstandard (2000 Euro) zu praktizieren und den Unterschied den Armen zukommen zu lassen.

Wann suchen unsere Pensionisten­vertreter eine gerechtere Lösung, ohne prozentuelle Erhöhungen zu erarbeiten (z. B. Fixbetrag für alle in gleicher Höhe)? Aber ehrlich, wen interessiert bei Verhandlungen die Bevölkerung bis zur Mittelschicht, wie es denen geht; denn ihre Kassen werden immer stimmen, und das ist das Ausschlaggebende, worauf es ankommt.

Herlinde Staubmann, Wiesenrainstraße 21a, Lustenau