Die Euro-Rettung

Leserbriefe / 14.11.2012 • 20:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Oder besser gesagt die Euro-Lüge. In den schwachen Euro-Staaten tickt eine Zeitbombe. Die sogenannte „Euro-Rettung“ mit ESM und Brandmauern wird diese Bombe nicht entschärfen, lediglich die Bombe etwas länger ticken lassen. Es wird uns vorgerechnet, was uns der Zerfall des Euro kostet. Es wird aber nicht gesagt, was passiert, wenn die tickende Zeitbombe explodiert. Das wird auf jeden Fall viel, viel teurer. Der Denkfehler dieser Euro-Retter: Länder wie Griechenland, Spanien, Portugal und Irland können nie und nimmer mit dem für sie zu teuren Euro ihren Schuldendienst bedienen, sparen, die Wirtschaft ankurbeln und Milliardenlöcher im Bankensystem stopfen. Tory-Parteichef William Hague prophezeite schon 2001: „Der Euro wird ein brennendes Haus ohne Ausgänge.“ Margaret Thatcher warnte schon 1993, dass Griechenland als erstes Land verlangen werde, von Deutschland gerettet zu werden. Das alles haben englische Politiker vorausgesehen, und unsere „Blinden“ führen uns in den Abgrund. Da kann man nur hoffen, dass es einen Plan B gibt, um die Explosion der Euro-Zeitbombe zu verhindern. Aber wenn ich die ratlosen Akteure im Euroraum sehe, sind Zweifel daran mehr als berechtigt.

Alwin Häle, Eschenrain, 28, Muntlix