EU-Friedens­nobelpreis – eine Maskerade!?

Leserbriefe / 14.11.2012 • 20:35 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Alfred Nobel legte in seinem Testament aus dem Jahre 1985 fest, dass den Friedensnobelpreis derjenige erhalten solle, „der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere hingewirkt hat“. Dem widerspricht der EU-Vertrag von Lissabon u. a. in den gemeinsamen Bestimmungen in Art. 42 eindeutig, wo es heißt: „Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern.“ Wie kommt es dann, dass eine so hohe Auszeichnung wie der Friedensnobelpreis an die EU geht, die ihre Staaten zur Verbesserung ihrer militärischen Fähigkeiten verpflichtet, gemeinsam mit ihren NATO-Partnern den Iran und Syrien mit scharfen Sanktionen provoziert, aktuell militärische Operationen in Mali organisiert und das Volk der EU zunehmend ausbeutet (z. B. durch den ESM)?

Nadja Milletich, Bahnstraße 2c/3/2, 7111 Pandorf