Kühe zählen . . .

Leserbriefe / 15.11.2012 • 21:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kühe statt Flächen zählen – ist das nicht ein wenig zu einfach? Foto: l. berchtold
Kühe statt Flächen zählen – ist das nicht ein wenig zu einfach? Foto: l. berchtold

. . . statt Flächen (kon­trollieren), wünscht sich Landwirtschaftskammer-Präsident Moosbrugger für die Förderungen an unsere Alpen. Er verschweigt dabei, dass die Förderungen für die Umweltleistungen und den erhöhten Wirtschaftsaufwand ausbezahlt werden. Wenn diese nach Anzahl der Tiere berechnet werden würden, hieße das, dass möglichst viele Tiere aufgetrieben werden, ob alptauglich (aus Sicht der Tiere und aus Ökologiesicht) oder nicht. Das hieße dann möglichst viele Tiere und viel Futter auf die Alpe „karren“ und die Bewirtschaftung der Flächen (weiter) vernachlässigen. Die Alpwirtschaft aber wird gefördert, damit eben diese Alpflächen möglichst naturgemäß bewirtschaftet werden, und das geht nun mal nur über Flächenkontrollen. Alles andere wäre kontraproduktive und unsinnige Bauernförderung. Dann würden wohl neben dem importierten Kraftfutter auch die aus Holland und Belgien importierten Hühnerdung-Pellets auf die Alpe kommen und dort den gleichen Schaden für Weide, Tier und Lebensmittel anrichten wie im Tal.

Auch bei Bauern muss gelten: fördern und fordern, und das möglichst intelligent.

Kurt Bereuter, Vorholz 263, Alberschwende