Diabetes-Tag

Leserbriefe / 16.11.2012 • 20:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Man hat herausgefunden, dass in den meisten asiatischen Ländern, wo die Menschen viele Kohlehydrate, aber wenig Fett zu sich nehmen, die niedrigste Rate an Diabetes-Fällen regis­triert ist. Also geht es nicht um Kohlehydrate, sondern um Fett. Das Fett löst in den Zellen eine Insulin-Resistenz aus. Eliminiert man das Fett, kann das Insulin wieder arbeiten. Bei Typ-2-Diabetes arbeitet das Insulin, also das Schlüsselhormon, das den Zucker aus den Blutzellen in die Muskelzellen befördert, um die Muskeln zu aktivieren, nicht ausreichend. 2003 testete man eine absolut vegane Ernährung, also ohne tierische Produkte. Sie war sehr reichhaltig an Kohlehydraten. Und das Ergebnis war erstaunlich gut. Viel besser als bei herkömmlichen Diabetes-Produkten. Der Blutzucker und das Cholesterin sanken. Und erstaunlicherweise fiel den Patienten diese Diät leichter. Sie mussten keine Kalorien mehr zählen. Sie durften essen, so viel sie wollten. Beim Typ-1-Diabetes sind die Zellen, die Insulin produzieren, tot. Hat eine Person bereits Typ-1-Diabetes und sie ernährt sich ab sofort vegan, wird das Komplikationsrisiko minimiert. Forscher glauben, dass Milchprodukte der Auslöser für diese Krankheit sein können. Erste Ergebnisse einer groß angelegten Studie zeigen, dass bei Babys, die gestillt werden und während der ersten Lebensmonate keine tierischen Proteine zu sich nehmen, das Risiko der Entwicklung von Typ-1-Diabetes reduziert wird. Bisher bestätigt die Studie diese Hypothese.

Elmar Kräutler, Hämmerlestraße 54, Feldkirch