Schrebergärten in Hard

Leserbriefe / 16.11.2012 • 20:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

1982 wurde mit viel Geld und Fleiß der Kleingärtner, und nicht zuletzt Bürgermeister Gerhard Köhlmeier, die Schrebergartenanlage gegründet. 20 Jahre war alles gut, dann wurde immer wieder von Kündigung oder Umsiedlung gesprochen. 2010 wurde in Lauterach eine neue Anlage errichtet und Umsiedlungen auf Kosten der Gärtner durch Androhung einer Kündigung erzwungen. Einige wenige konnten aus verschiedenen Gründen die Umsiedlung nicht akzeptieren. Ihnen wurde für drei Jahre eine Bittleihe aufgedrängt, was den Verzicht auf Entschädigung bedeutet. Zwei Gärtner wollten sich dagegen wehren und wurden verklagt. Nun gibt es ein erstes Urteil. Beiden wurde eine Entschädigung von 14.600 bzw. 12.000 Euro zugesprochen. Doch es geht nicht nur um Geld, sondern um Gerechtigkeit. Die Bescheide wurden zugunsten anderer, die sich auch im Wasserschutzgebiet befinden, schon mehrmals abgeändert, das ist auch gut. Denn Beschlüsse oder Gutachten, die vor 32 Jahren erstellt wurden, gehören der Zeit angepasst. Es gibt schon seit Jahren keine hochgiftigen Spritzmittel mehr zu kaufen, somit auch keine Gefahr. Außerdem sind Kleingärtner keine Selbstmörder. Werden doch maximal 10 Prozent der Gartenfläche bewirtschaftet, der Rest ist Rasen und dient der Erholung. Würden alle Beamten und Politiker neuzeitlich denken und aufgeschlossen handeln, käme es nicht laufend zu Problemen und Skandalen. Klagen von Gemeinden gegen Bürger, Vertreibungen aus Kleingärten, viel seelisches Leid würde erspart, wenn gleiches Maß für alle gälte.

Siegfried Piffrader, Am Halbenstein 27, Hörbranz