Facebook, eine Religion?

Leserbriefe / 18.11.2012 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Erwartungsvolle User lockte ein honigsüßes Credo, einzutauchen in ungeahnte Seinsebenen, ja selbst neue Geisteswelten begründen zu können. Werbewirksamen Versprechen folgten eher wenige, erwartete Vergeistigungen erstrebende Angebote, hingegen dürfte das Konsumverhalten unbedachter User clever partizipierenden Machtkartellen offeriert werden!

Besinnungserschöpft versinken erwartungsberauschte User in einer Datenflut geistmindernder Belanglosigkeiten und opfern nebst ihrer wertvollen Lebenszeit zudem auch ihre aktive wertebezogene Eigenkreativität für solche sich an fremden Leistungen bereichernde Innovationsdiebe. Die eine teilende Welt ersehnenden Bürger erahnen, weshalb die Geist und Sinne vernebelnden Dogmen bedenkenlos prosperierender Profitpropheten an Solidarität erstrebenden Menschen abprallen, lebensverschönende Denkalternativen in von der unchristlichen Bankenpolitik gleichgeschalteten Medien unveröffentlicht bleiben! Heilsversprecher profitgieriger Lobbys versuchen zudem den beseelenden Segen der Bergpredigt zu ersetzen, abzulenken von einer Suche nach dem wahren Guten, besinnungsbewusst zu erstreben, ein liebreicheres, allseits teilendes Gott gesegnetes Sein. Möge es denkerschöpften Usern öfter gelingen, loszulassen, ungehörten Liebsten bewusst zu schenken erfüllte Stunden innigzärtlicher Gemeinsamkeit.

Anthony Petschacher, Ölrainstrasse 4, Bregenz