Fleischkonsum und Vegetarismus

Leserbriefe / 18.11.2012 • 21:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Bericht vom 14. November 2012:

Es ist sicher zu viel gehofft, dass der Bericht über den Zusammenhang von Weltklima und Fleischkonsum die große Mehrheit zum Umdenken zwingt. Das haben nicht einmal die verschiedenen Fleischskandale geschafft. Gut fand ich den Artikel der VN zur vegetarischen und veganen Ernährung. Allerdings garantiert Vegetarismus keine schlanke Figur. Ich kenne sowohl dünne als auch kurvige Menschen, die sich vegetarisch ernähren. Auch sind vegetarische Lebensmittel nicht zwangsweise gesünder, denn dazu gehören auch industriell hergestellte Produkte mit geringem Sättigungswert bei hoher Kaloriendichte (z. B. Kartoffelchips und Schokoriegel). Ich habe für mich herausgefunden, dass ich nicht auf Fleisch verzichten möchte und daher zwei- bis dreimal in der Woche gern Fleisch als Beilage zur Hauptmahlzeit esse. Wir Menschen sind nun einmal vom Stoffwechsel und vom Gebiss her ideal für Mischkost eingerichtet. Was ich mir wünschen würde, wäre, dass das Billigfleisch aus den Regalen der Discounter und Supermärkte verschwindet. Fleisch sollte nur noch aus artgerechter Haltung kommen und angemessen teuer sein, schließlich essen wir ein Lebewesen, das dafür sterben musste. Meinen Fleisch- und Wurstbedarf decke ich zum allergrößten Teil aus der Metzgerei meines Vertrauens, da weiß ich, woher es kommt und dass die Qualität stimmt. Leider gibt es immer weniger Metzgereien im Land. Höchste Zeit, diesem Sterben entgegenzuwirken.

Angelika Diem, Untersteinstraße 5, Bludenz