Menschenrechts­beschwerde der Großväter

Leserbriefe / 19.11.2012 • 19:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am Tag der Männer haben wir Großväter unsere Fälle der Enkelkontaktverweigerung durch Bundes- und Landesbehörden für unsere Menschenrechtsbeschwerde bei den Menschenrechtsschützern in Genf, Brüssel und Strassburg aufbereitet. Inhaltlich umfasst unsere Beschwerde insbesondere die systematische Diskriminierung von Großvätern und Nicht-Obsorgeberechtigten durch extrem lange Verfahrensdauer, durch mangelhaftes rechtliche Gehör, durch ungerechtfertigte Kostenüberwälzung (Stichwort: 60 Euro pro Stunde für Besuchskontakte trotz nachgewiesener Besuchsverweigerung durch die Kindesmutter) usw. Wir haben Beispiele aus der Bundes- und Landespraxis (Beschlüsse, Jugendwohl­fahrtsbriefe usw.), die wir den unabhängigen Institutionen zur rechtlichen Begutachtung vorlegen. Gerne nehmen wir noch bis Ende November weitere Fälle auf. Wir wissen, dass vor allem betroffene Väter sich nicht trauen, gegen dieses Unrecht aufzutreten, weil sie Angst vor völligem Kontaktverlust haben.

Leider gibt es auch in der Väterszene große Egomanen, die außer Anklage und Suderei nichts vorwärts bringen und ihren Fokus auf den Geschlechterkampf legen. Ein Grund, warum bis heute keiner dieser Vereine etwas erreicht hat. Wir handeln aber jetzt und garantieren allen volle Anonymität. Außerdem ist es naiv zu glauben, dass alle Frauen Kinderkontaktzerstörerinnen sind. Es ist einfach Zeit, dass das Jammern und Beklagen ein Ende hat. Für unsere Enkel und für unsere benachteiligten Söhne.

Elmar Voit, Großelterninitiative, Freschner Riegelweg 28, Feldkirch