Hühnerdung auf Wiesen

Leserbriefe / 20.11.2012 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Hühnerdung auf Wiesen lässt den Käse platzen“, so die Hauptschlagzeile der VN vom 20. 11. 2012. Naiv, wie ich offenbar noch immer bin, freute ich mich bislang, in einer Region leben zu können, in welcher gesunde, biologisch einwandfreie, wohlschmeckende und mit großem handwerklichem Können hergestellte Lebensmittel erzeugt und angeboten werden.

Die Region Bregenzerwald schien ein Musterbeispiel dafür zu sein. Und jetzt das! Ich fresse also mit dem Wälder Käse offenbar auch die Ausscheidungen von Hühnern aus den riesigen holländischen und norddeutschen Hühner­farmen, angereichert mit Unmengen von Hormonen und Antibiotika und was weiß ich noch allem, mit. Das weiß man auch in den Redaktionsstuben der VN offenbar seit Wochen, ohne uns zu informieren. Hat da der unerträgliche Ober-Bauernkämmerer Moosbrugger für das bisherige Schweigen sorgen können? Gut, immerhin, seit heute kann es jeder wissen, was da in der „Genussregion“ Bregenzerwald auch geschieht. Und wahrscheinlich wird auch dieser Skandal nicht reichen, den Oberbauernfunktionär Moosbrugger, der schon bei der Aufdeckung des Schweine­skandals eine unerträgliche Rolle gespielt hat, endlich in die Wüste zu schicken, die Bauerngier zu dämpfen und den Rest der anständigen Bauern aufzuwecken.

Erich Häusle, Robert-Koch-Str. 1a, Hohenems,

Kurt Seeberger, Ludwig-Welti-Str. 8, Hohenems