Fakten zum Pelz

Leserbriefe / 21.11.2012 • 19:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kürschnermeister Amann versucht, die „artgerechte Haltung“ der Tiere in den Pelztierfarmen durch verschiedenste Falschaussagen zu begründen. So wird z. B. im Gegensatz zum Haustier beim Pelztier lediglich das Wachstum des ersten Winter­fells abgewartet, und bevor die schlechten Haltungsbedingungen Schäden anrichten können, wird es auf grausamste Weise getötet.

Das zitierte Label OA „aus gesicherter Herkunft“ soll beim Konsumenten Vertrauen schaffen und versichern, dass der Pelz aus einem Land stammt, in dem Verordnungen oder Standards bei der Pelzproduktion in Kraft sind. Dieses Label soll staatliche Kontrolle vortäuschen, bestätigt aber lediglich eine tierquälerische Farmhaltung oder Fallenfang in Skandinavien und Amerika. Felle als Nebenprodukte der Fleischproduktion zu bezeichnen, sind aufgrund verschiedener Rassen, z. B. beim Kaninchen, lächerlich. Ebenso wenig ist der sogenannte Persianer oder Breitschwanz ein Fleisch­nebenprodukt. Dieses Fell stammt von ungeborenen Karakul-Lämmern. Dafür wird das Mutterschaf 15 bis 30 Tage vor dem Geburtstermin des Lammes getötet. Die Tötung erfolgt ohne Betäubung mittels Schächten und anschließendem Ausbluten. Dem sterbenden Mutterschaf wird der Bauch aufgeschlitzt, der Fötus herausgezogen, getötet und gehäutet. Normalerweise schlachtet man die ersten drei Lämmer eines Mutterschafs nach der Geburt. Beim vierten Lamm wird die Mutter geschlachtet, um das Fell des ungeborenen Lamms zu erhalten. Informationsquellen: peta.de, vgt.at, pelzinfo.ch

Gertraud Neubarth, Breite 12, Röthis