Pelztierfarmen

Leserbriefe / 21.11.2012 • 19:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief „Fakten zum Pelz“:

Sehr geehrter Herr Amann! In Ihrem am Samstag erschienenen Leserbrief versuchen Sie, die Haltebedingungen von Pelztieren in den europäischen Zuchtländern schönzureden. Die gesetzlichen Regelungen der Haltebedingungen der auf diese Weise gequälten Kreaturen entsprechen niemals den tatsächlichen Bedürfnissen der Pelztiere. Der Gesetzgeber spricht von „Mindeststandards“. Bei genauerer Betrachtung derselben stellt man jedoch fest, dass eine solche Haltung einer per Gesetz verordneten Tierquälerei gleichzusetzen ist! In Skandinavien bzw. in Osteuropa teilen sich zwei Nerze einen Käfig der Größe 30 x 90 cm, mit Gitterboden. Ein bis zwei Füchse leben in Käfigen der Größe 50 x 60 cm, manchmal 50 cm x 1,20 m. Die Tiere sind Wind und Wetter ausgesetzt – vorsätzlich, damit der Winterpelz sehr dicht wird. Der Verein „RespekTiere“ deckte in diesem Jahr fürchterliche Zustände in Deutschland und Rumänien auf (www.respektiere.at). Der Verein „Tier & Mensch e. V.“ stellt fest: „Die Pelztierhaltung ist eine der abscheulichsten Tierquälereien, die man sich vorstellen kann.“ Es liegt am Konsumenten, zu entscheiden, ob er es vor seinem Gewissen verantworten kann, einen Pelz zu tragen oder nicht!

Edith Ritter, St.-Gebhard-Straße 1d, Hohenems