EU-Parlament wählt neuen ­Kommissar

Leserbriefe / 23.11.2012 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 22. 11. 2012:

In Ihrem Zeitungsbericht steht, dass der „umstrittene“ maltesische Außenminister Tonio Borg mit Mehrheit als Gesundheitskommissar im Europaparlament bestätigt wurde. Seine Bestellung wurde von diversen politischen Parteien und gesellschaftlichen Gruppierungen heftig bekämpft. Es steht, Herr Borg sei bekennender Katholik. Er ist laut diesem Artikel, konform mit der Lehre der katholischen Kirche, ein Gegner von Abtreibung und eingetragenen homosexuellen Lebensgemeinschaften. Reicht es heute schon, mit dem negativen Attribut „umstritten“ betitelt zu werden, wenn man sich seine eigene Meinung bewahrt und fest zu seinem Glauben steht? Disqualifiziert Charakterfestigkeit für leitende politische Funktionen? Muss man denn im aktuellen gesellschaftspolitischen „Mainstream“ mitschwimmen, um als Politiker angenommen zu werden, und sein Gewissen wie eine Fahne nach dem Wind richten? In diesem Zeitungsartikel habe ich nichts über seine fachliche Kompetenz gelesen. Sollte diese nicht im Vordergrund stehen? Ich nehme an, diese ist gegeben, denn sonst wäre die Befragung nicht zu seinen Gunsten ausgegangen. Ein großes Lob dem Europaparlament.

Dr. Wolfgang Hämmerle, Mühlefeldstrasse 88, Lustenau