Rhein-Grundwasser ist unverzichtbarer Trinkwasserspeicher

Leserbriefe / 23.11.2012 • 20:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit viel Engagement informiert die Internationale Rheinregulierung (IRR) die Bevölkerung am Rhein über die laufenden Planungsvorschläge mit „Rhesi“ – Ausgabe 1 – Mai 2012 und „Rhesi“ – Ausgabe 2 – Juli 2012 betreffend den künftigen Hochwasserschutz Alpenrhein. Das Längsprofil des Rheinflusses zwischen den Dämmen soll in Struktur und Form verändert werden. Dies hätte zur Folge, dass die derzeitige bedeutsame, hohe Wasserverfügbarkeit und natürliche Trinkwassergüte, heute aus dem Rheinvorland von neun Gemeinden genutzt, beeinträchtigt werden könnte.

Die tägliche, kostengünstige Nutzwasserentnahme aus dem Grundwasserkörper Rhein für das Vorarlberger Rheintal beträgt ca. 29.800 Kubikmeter. Dieser Bedarf ist während des ganzen Jahres verfügbar und damit eine unverzichtbare Wasserquelle für die Region. Die wesentliche Eigenheit des Grundwasserspeichers Alpenrhein ist die sauerstoffreiche Wassergüte. Die Wasseranalyse entspricht den 33 festgelegten Substanzgrenzwerten auf der Liste der Europäischen Union, wonach derzeit das Brauchwasser dem Rhein unbedenklich entnommen und ohne Nachbehandlung genutzt werden kann. In der gegenwärtigen Projektierung sind die integralen Handlungsoptionen für das Rheintal, der Hochwasserschutz und die Trinkwassernutzung mit der gebotenen Aufmerksamkeit nachhaltig in Einklang zu bringen. Wasser ist Leben!

Max Schöringhumer, Am Neuner 7, Lustenau