Israels Notwehr

Leserbriefe / 26.11.2012 • 19:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Israel schlägt zurück – zu Recht, findet Pfarrer Amann. Foto: Reuters
Israel schlägt zurück – zu Recht, findet Pfarrer Amann. Foto: Reuters

Zum Leserbrief von Jürg Walter Meyer vom 24. 11. 2012:

Palästina („Philisterland“) ist eine von Kaiser Hadrian erfundene und von der englischen Fremdbesetzung übernommene Titulierung des Hl. Landes. 400 Jahre lang waren Judäa und Samaria unter osmanischer Herrschaft ein verödetes, unterbevölkertes Niemandsland. Als Gott sein Versprechen wahr machte, sein ersterwähltes Volk aus 140 Ländern in seine ursprüngliche Heimat zurückführte und die zerfallene Hütte Davids mit UNO-Entscheid wieder aufrichtete, führte der Neid der Araber zu vier Angriffskriegen und drei Intifadas. Israel sollte wie schon so oft wieder einmal mehr ausgelöscht werden. Samaria und Judäa waren 19 Jahre unter der Fremdherrschaft Jordaniens, Gaza unter ägyptischer Besetzung. Noch immer liegt der israelische Ministerpräsident, der auf Befehl der USA die Zwangsräumung von 10.000 jüdischen Siedlern aus „Hamastan“ anordnete, im Koma. Von dort wurden innerhalb von acht Tagen 1506 Raketen auf Israel gefeuert. Würde sich Österreich, ein Anhängsel der Nato, das gefallen lassen? Israel besiedelt mit Recht das Niemandsland von Judäa samt seiner Hauptstadt Jerusalem. Haben wir nicht Siebenbürgen und die Herzegowina besiedelt? Haben nicht die USA die Indianer, die Türkei die Armenier vertrieben? Dank unserer verbrecherischen Angriffskriege verloren wir Ostpreußen, Schlesien, Südtirol. Ministerpräsident Erdogan, ein EU-Beitrittskandidat, beschimpft Israel als „Terroristenstaat“. „Was ziehst du den Splitter aus dem Auge deines Nächsten, und den Balken in deinem Auge siehst du nicht?“

Pfarrer Eberhard Amann, St. Gallenkirch, Gortipohl, Gargellen