Alles Käse

Leserbriefe / 27.11.2012 • 19:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit Monaten ist das Problem mit dem „Käse außer Kontrolle“ bekannt. Hier ein Dank an die Medien, sie haben diesem Wahnsinn zu einem schnellen Ende verholfen. Auch ein Dank an alle Bauern, die mit Weitsicht und Anstand unsere Lebensmittel erzeugen.

Aber das Problem sitzt tiefer. In Vorarlberg, besonders auch im Bregenzerwald, stimmt das Verhältnis von Kühen/Rindern zu bewirtschaftetem Boden nicht. Also zu viele Kühe für unseren Boden. Daher dieser immense Futtermittelzukauf aus deutschen Klärschlamm­böden, brasilianischem Soja oder eben Hühnerdung aus Massentierhaltung etc. Das ist die Folge von Landwirtschaftspolitik, die seit Jahren überdimensionale Ställe bewilligt – doch dazu fehlt der Boden als Futtergrundlage. „Üser subers Ländle“ stinkt im Kern (wie der Käse).

Diese Politiker unterstützen die Gier nach Größe und unendlichem Wachstum (Milch etc.). Das Grundwasser, der Boden, die Tiere und die Lebensmittel nehmen dabei großen Schaden. P.S.: In der Bio-Landwirtschaft muss das Verhältnis von Vieh und bewirtschaftetem Boden, inklusive Dünger, in einem vorgeschriebenem Verhältnis stimmen. Es gibt bekannte Lösungen, aber die Gier muss zuerst gebändigt werden. Wer fängt damit an?

Agnes Faißt, Arlenweg 3, Dornbirn