Kühe zählen und Hühnermist

Leserbriefe / 28.11.2012 • 20:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich hatte nicht erwartet, dass mein Leserbrief vom 16.11. eine dermaßen große Welle schlagen würde. Dass wir den Hühnermist aus deutschen Tierfabriken, wie Josef Rupp meinte, bei uns nicht brauchen, ist wohl, bis auf wenige Bauern, allen klar. Dass dieser Mist im Bregenzerwald vielfältigen Schaden anrichtet, wohl auch, deshalb wird die Ausbringung ja auch untersagt. Wenn LR Schwärzler nun mir den Schaden für die Region anhängen will, ist dies faktisch, politisch und moralisch verwerflich. Vielmehr sollte jetzt daraus gelernt werden. Wir brauchen ehrliche Produkte aus ehrlicher Wirtschaft von ehrlichen Bauern (und die gibt es auch im Bregenzerwald) im Sinne einer Kreislaufwirtschaft, die auch so beworben wird: traditionell, „regional und fair“. Und ausländischer Hühnermist ist weder traditionell, noch regional – und deshalb auch nicht fair. Genauso wenig fair ist es, den Bregenzerwald als silofrei zu verkaufen, was nicht stimmt. Denn auch die Ländle-Biomilch stammt aus dem Bregenzerwald – von Betrieben mit Silofütterung, was zwar nicht verboten, aber doch nicht ganz ehrlich ist, weil der Bregenzerwald zur silofreien Region erklärt wird. Statt die Überbringer der schlechten Nachricht zu Schuldigen zu machen, sollte LR Schwärzler diese Diskussion für mehr Ehrlichkeit und für einen konsequenten Weg zum „Ökoland“ nutzen. Eine Diskussion mit den Bauern – und da bin ich gerne wieder mit dabei. Weil ich überzeugt bin, meiner Heimatregion damit zu nützen und nicht zu schaden. So weitermachen wie bisher führt zum nächsten Skandal. Das wollen wir doch beide nicht, oder?

MMag. Kurt Bereuter, Vorholz 263, 6861 Alberschwende