Könnte die Erde schreien . . .

Leserbriefe / 09.12.2012 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Klimakonferenz in Katar endete mit einem Mini-Kompromiss. In der Arktis schmilzt das Eis weiter. foto: reuters
Die Klimakonferenz in Katar endete mit einem Mini-Kompromiss. In der Arktis schmilzt das Eis weiter. foto: reuters

… wären wir taub. Sie setzt aber Zeichen, unübersehbare, die bedrohlich sind und die Menschheit aufrufen zu handeln. Seit der industriellen Revolution um 1800 haben es die Industriestaaten geschafft, die Atmosphäre massiv zu belasten. Mit dem Treibhausgas CO2 erhöhte sich die durchschnittliche Jahrestemperatur in den letzten 150 Jahren um 1,8 Grad Celsius. Das weitere Ansteigen über 2 Grad Celsius hinaus – daran wären vor allem die Industrie und der Verkehr verantwortlich – würde verheerende klimatische und wirtschaftliche Folgen haben. Wie die VN am 7. 12. berichteten, steigt der Meeresspiegel durch das Abschmelzen der Eisschilde an den Polen und in Grönland jährlich um 3,2 Millimeter. Die Hurrikane in den USA sind apokalyptische Vorboten drohenden Unheils, wie auch jetzt der niederschmetternde Taifun auf den Philippinen. Die am vergangenen Samstag zu Ende gegangene Klimakonferenz in Katar hat leider nur das minimalste Ergebnis gebracht, nämlich die Verlängerung des Kyoto-Protokolls, dessen Ziele bis jetzt noch nicht erreicht wurden. Noch wäre eine Wende möglich: Weltweit und mit Nachdruck (dabei sollten die USA, Kanada und Japan nicht ausscheren) müssten die erneuerbaren Energien eingesetzt werden, wie Wasserkraft, Erdwärme, Sonne und Wind. Die Erde schreit nicht, sie setzt Zeichen, wir sollten, müssen reagieren.

Alois Schwienbacher, Kopfstrasse 14c, Altach