Ökonomisches Denken . . .

Leserbriefe / 09.12.2012 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

. . . ist vermehrt in dieser Umbruchszeit angesagt. Stoppt das Bauernsterben wie auch den Ausverkauf unserer Heimat (Grund und Boden) – ererbt von unseren Vorfahren als Leihgabe zur „Nutzung“ und nicht zur Verwendung als Kapitalbörse. Grund und Boden sind nicht vermehrbar und jeder Quadratmeter, der veräußert wird, kommt nicht mehr zurück. Die EU macht es möglich, dass die da oben, die reiche Kaste in Europa – die der Währung überhaupt nicht traut –, Grund und Boden als Wertsicherung benutzen. Ungarn stellt sich diesem Unfug auch mit Recht entgegen. Darum lautet die Devise für die Gemeinden und die Pfarreien: nicht verkaufen, sondern vermieten und verpachten. Der Weg von der Aufgabe der Leihgabe zum Knecht und Sklaven zu werden von diesen Finanzjongleuren ist sehr kurz. Das Bauen der Zukunft muss flächen- und bodensparend geschehen und mit Bedachtnahme auf die Tatsache, dass nicht wenige Häuser leer stehen im Ort und gute Wohnungen lange Zeit nicht benutzt werden. Alle Investitionen müssen für das arbeitende Volk leistbar und für die Nachkommenden finanzierbar sein. Wohnanlagen mit Spiel- und Stellplätzen wie auch Arztpraxen mit Parkplätzen haben an einer hochfrequentierten Einfallstraße nichts verloren. Diese gehören zurück in ruhende Zonen. Solche Planungen gehören neu überdacht. Auch in der Pfarre gehört neuerdings die Möglichkeit überdacht, zwei Ordensfrauen für den Pfarr- und Gemeindedienst in den alten Pfarrhof zu bekommen.

Josef Forster, Gmeind 28, Sulzberg