Sicherheit und Ordnung bei der ÖBB

Leserbriefe / 09.12.2012 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vor knapp einem Jahr wurden die Schaffner in den Abendzügen durch Security-Personal ersetzt. Keine Frage, die Securitys machen ihre Arbeit nicht nur in den Bahnhöfen, sondern auch in den Zügen recht gut. Doch was mir – wie auch anderen Fahrgästen – Probleme bereitet, sind nicht nur die fehlenden Fahrscheinkontrollen. Das zweite große Problem sind die schätzungsweise über tausend – vorwiegend jugendlichen – Fahrgäste, die ihre Schuhe auf den Sitzen ablagern. Es ist immer wieder dasselbe Spiel, kommen Security oder Schaffner, werden die Schuhe blitzschnell auf den Boden gestellt – sind sie wieder weg, sind die Schuhe blitzschnell wieder oben. Genauso ist es mit dem Rauchverbot an den Bahnsteigen oder im Fall von Littering. Besonders tragisch ist eben der Umstand, dass trotz der schlechten Finanzen die ÖBB keine Strafen einheben wollen. Das sehe ich als großen Fehler, schließlich ist dies das einzige Mittel, das wirkt. Besonders tragisch ist der Umstand, dass die Securitys viele Strafen geschrieben haben, die die ÖBB nicht einfordern wollen. Dies soll nicht nur bei diesen erwähnten kleinen Delikten der Fall gewesen sein, sondern auch bei unerlaubten Gleisüberschreitungen. Im Sinne der Steuerzahler finde ich es nicht in Ordnung, dass die Jugendlichen fast geschenkt mit Bus und Bahn fahren können, aber ihre „Zerstörungswut“ unbestraft ausleben können. Wie lange können Land und der ÖV hier noch zuschauen?

Reinhard Scheffknecht, Brünneleweg 30, Feldkirch-Nofels