Variante Arbeitsdienst

Leserbriefe / 09.12.2012 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wenn man das Bundesheer nur wegen des Katastrophen- und Zivildienstes erhalten will, könnte man es ebenso gut durch einen allgemeinen Arbeitsdienst mit sechsmonatiger Dienstverpflichtung ersetzen. In diesen wären Männer und Frauen einzubeziehen. Er benötigt weder eine Ausbildung noch Waffen und Kasernen. Die Dienstverpflichteten könnten wie bisher die Zivis daheim wohnen. Er wäre in der Lage, nicht nur die Bereiche der bisherigen Katastrophen- und Zivildienste zu ersetzen, sondern könnte auch andere öffentliche Aufgaben wie Winterdienst (Schneeräumung), Berg-, Wander-, Forst- und Güterweginstandhaltungsarbeiten übernehmen. Den Frauen bliebe der Sozialbereich wie Alten- und Behindertenbetreuung und ähnliche Hilfsdienste. Internationalen Hilfsverpflichtungen könnte statt mit bewaffneten Soldaten mit willigen Arbeitskräften für Entwicklungsprojekte entsprochen werden. Den Dienstverpflichteten wäre die Sozialversicherung zu garantieren und neben einem soliden Grundgehalt je nach Einsatz eine Erschwernis- bzw. Leistungszulage zu bieten. Mit der Möglichkeit zur freiwilligen Länger-Verpflichtung könnte der schwindenden Zahl der Jugendlichen und auch der Jugendarbeitslosigkeit begegnet werden. Es ist mir bewusst, dass der Begriff Arbeitsdienst da und dort von mir ungewollt negative Erinnerungen wachrufen kann. Ich halte diese Variante für realistisch. Sie muss nur durch wirklich neutrale Experten geprüft, zu Ende gedacht und durchgerechnet werden. Meiner Meinung nach wäre es die Arbeit wert.

DI Hubert Grabher, Kaspar-Hagen-Straße 8, Dornbirn