Selig, die keine Gewalt anwenden

Leserbriefe / 10.12.2012 • 21:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Maria Saltuari in den VN vom 1. 12.:

Eine Privatperson kann auf Gegenwehr verzichten, wie es uns Christus und die Märtyrer vorgelebt haben. Wer aber Verantwortung trägt für seine Familie oder seine Bevölkerung, hat die Pflicht, seine Schutzbefohlenen vor ungerechter Aggresion mit angemessenen Mitteln zu schützen. „Aug’ um Aug’, Zahn um Zahn“ rechtfertigt nicht Rachegelüste, sondern ein angemessenes Schmerzensgeld für zugefügten Schaden. Israel bemüht sich wie die tapfere Judith (siehe das großartige Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Gallenkirch), die Rädelsführer des Terrors auszuschalten unter großmöglichster Schonung der Zivilbevölkerung, die leider vielfach von Terroristen als Schutzschild missbraucht wird. So hat Israel als Gegenwehr zu den dauernden Raketenangriffen aus Hamastan nicht einfach Strom und Wasser, das der Gazastreifen zum größten­ Teil aus Israel bezieht, abgedreht. Natürlich sind Israelis und die in der Knesset vertretenen Araber nicht reine Engel. Ein verwundeter Löwe schlägt bisweilen wild um sich. Das Konzil verurteilt Kriege auf dem Rücken der Zivilbevölkerung als verabscheuungswürdige Verbrechen. Es achtet aber Soldaten, die einen Friedensdienst leisten, und auch jene, die sich verbrecherischen Befehlen widersetzen.

Im Übrigen teile ich die Ansicht von dem Hohenemser Stadtrat Gerold Amann und dem Kommentator Johannes Huber (VN vom 1. 12.) : Sozial­jahr statt Bundesheer.

Pfarrer Eberhard Amann, St. Gallenkirch, Gortipohl, Gargellen