Bergwald Klostertal

Leserbriefe / 11.12.2012 • 21:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Im Kompromiss sieht Landesjägermeister Dr. Albrich die Lösung dieses Konflikts. (VN, Leserbrief vom 7. 12. 12).

Wenn aber von falschen Grundlagen ausgegangen wird, kann nur ein fauler Kompromiss herauskommen. Ich bin etwas verwundert, dass Dr. Albrich nun auch die Sicherheitskeule schwingt, da er auf einer Sitzung der Naturschutzorganisationen noch im August sinngemäß die Meinung vertreten hat, dass dies ein Totschlagargument ist und dass unter dem Titel „Sicherheit“ alles durchgesetzt werden kann. Auch wenn dieses Sicherheitsargument noch so oft gebetsmühlenartig wiederholt wird, es wird deshalb nicht wahrer!

Weder im Masonerwald noch im Hölltobel und Sandtobelwald gibt es ein Sicherheitsproblem, wenn die Bäume nicht gefällt werden, und auch nicht im Obermarias. Im Gegenteil! Die Schneise, die im Herbst im Masonerwald bis in steilstes felsiges Gelände geschlagen wurde, hat die Steinschlaggefahr mit Sicherheit erhöht.

Unbestritten ist, dass der Wildbestand dieses Gebietes viel zu hoch ist. Würde ein Bruchteil der Millionen Euro Landesförderung, die für Holzschlägerungen großzügig eingesetzt werden, dafür aufgewendet, die privaten Waldbesitzer für den Nutzungsverzicht angemessen zu entschädigen, könnte damit ein einzigartiges Naturwaldreservat verwirklicht werden. Das bisher einzige Bergmischwaldresevat Vorarlbergs! Ein Schutzgebiet, das die Naturwerte tatsächlich sichern würde und nicht nur auf dem Papier.

Mag. Franz Ströhle, Obermarias 197a, dalaas