Uns zuliebe

Leserbriefe / 11.12.2012 • 21:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Umverteilung ist eine Mär: Wie viele Lebensmittel landen auf dem Müll, wo allenfalls Bedürftige sie aufsammeln? Foto: reuters
Die Umverteilung ist eine Mär: Wie viele Lebensmittel landen auf dem Müll, wo allenfalls Bedürftige sie aufsammeln? Foto: reuters

Zum Leserbrief von Frau Ulrike Leithner vom 3. 12. 2012:

Ich bin eine Altbäuerin von 75 Jahren und habe von Kindheit an die Entwicklung der Landwirtschaft hautnah miterlebt. Bei ihrer Anmerkung, der Ertrag der Wiesen, Wälder, Turbokühe sei ein gesichertes Einkommen für den Landwirt, haben Sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Gehen Sie mit Ihrer Meinung zurück an den Start: Wenn unsere heutigen Kühe nur noch 5 bis 8 Liter Milch geben dürften, so wie es einmal war, zum Literpreis zwischen 28 und 35 Cent – diese Rechnung überlasse ich Ihnen. Zu Ihrer Meinung, die Kühe (Turbokühe) fressen 100.000 Menschen das Essen weg: Wie viel Getreide wird für Biodiesel verwendet, werden damit Gäranlagen befüllt (für Stromerzeugung) usw.? Dort schreien nicht einmal die „Grünen“ auf. Die Umverteilung der Nahrungsmittel an die Dritte Welt wird von einem bewussten Politikum gesteuert.

Ich will beinahe sagen, diese Menschen will man bewusst verhungern lassen. Wie viele Tonnen Brot, Fleisch, Gemüse und Obst werden vernichtet? Gnade uns Gott! Wo wird überdüngt? Viele Bauern haben mehr Vieh als ihr Hof an Hektar-Fläche hergibt. Es wird viel zu viel Heu, Silage und Kraftfutter dazugekauft. Wohin mit dem Mist? Darauf sollte man einmal ein Augenmerk haben. Bei der zu häufigen Massentierhaltung bin ich Ihrer Meinung. Am resistentesten in unserer Alpenregion, was Gesundheit und Haltung anbelangt, ist immer noch unsere altbewährte Braunviehrasse, auch fürs Auge.

Maria Müller, Innertal 69, Brand