Hühnerdung-Pellets und „Revolverheld“

Leserbriefe / 01.01.2013 • 20:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Bericht „Die Suche nach dem Leck“ vom 29. 12. 2012:

Es war schon beim Schweineskandal so, dass die Aufdecker von Landwirten/Bauernvertretern „kriminalisiert“ wurden. Beim Hühnerdung-Skandal war/ist es nicht anders: Verräter/Nestbeschmutzer. Die Bevölkerung ist aber jenen Menschen dankbar, die Missstände aufdecken, während Kammerfunktionäre, zuständige Politiker und Profiteure sich um Vertuschung/Schönreden bemühen. Herrn Lehrer Weißenbach an der Landwirtschaftsschule Hohenems steht der Sinn scheinbar ebenfalls nach Vertuschung, und er macht die VN trotz zurückhaltender Berichterstattung für die „unvorteilhafte Diskussion“ verantwortlich. Ein bisschen Ehrlichkeit und gute Absicht aller in die Problematik Involvierten würden solche Diskussionen erübrigen. Thomas Bischof (Hohenems) hat profitabel 500 Tonnen Hühnerdung-Pellets an die Bauern verteilt. Dass er an den Folgen und anderen Skandalen nichts Anstößiges erkennen kann, „seine Landwirte“ um Stornierung der VN bittet und diese als Revolverblatt bezeichnet, spricht für sich. Wo Gier und Geld regieren, ist scheinbar für Moral/Verantwortung kein Platz? Dennoch wird man einem „Revolverhelden“ zugestehen, die VN ein „Revolverblatt“ zu nennen. Vermehrte Recherchen/Berichte der VN wären wünschenswert. Zum Beispiel: Was/wie viel wird importiert/verfüttert? Wie hoch sind die Antibiotika-Grenzwerte im Futter? Wie wird die Einhaltung überprüft? Folgen der Überdüngung etc.,Lehrinhalte der Schule für „Intensiv-Landwirtschaft“? Was ist wirklich drin, wo Vorarlberg draufsteht?

Josef Bechter, Gartenstraße 6, Lochau