Der Euro ist tot, es lebe der Euro . . .

Leserbriefe / 21.03.2013 • 21:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

. . . wird es heißen, wenn ihn schlitzohrige bis betrügerische nationale Politiker umgebracht haben werden. Denn nicht die „böse“ EU, wie uns HC Strache und seine Nachplapperer weismachen wollen, ist an der Euro-Krise schuld, sondern die nationalen Pfuscher und Betrüger. War Deutschland Anfang des Jahrtausends der „kranke Mann in Europa“, so sind es jetzt die „Südstaaten“ der EU. Mit dem feinen Unterschied, dass sich Deutschland mit der Agenda 2010 selbst aus dem Sumpf gezogen hat, während die „südlichen Schlawiner“ ganz unverfroren fremdes Steuergeld verlangen, um die selbst verschuldete Misere anderen aufzulasten. Vor dem Euro haben Länder wie Italien, Griechenland, aber auch Frankreich Jahrzehnte lang Defizitwirtschaft betrieben und diese bei Bedarf durch die Abwertung von Lira, Drachme oder Franc direkt oder per Inflation „finanziert“ und so die Sparer beklaut. Auch unter Kreisky gab es bekanntlich wesentlich höhere Inflationsraten als jetzt, seine sozialen Segnungen wurden somit auch teilweise durch den Sparerklau finanziert. Bei den Faymann-/Strache-/Haider-Wahlzuckerln 2008 ging das dank EZB nicht mehr, die zahlten wir mit dem Sparpaket 2011/2012 mit Zins und Zinseszins direkt. Wenn die Zyprioten via Bankabgabe die Landessanierung mittragen, ist das übrigens okay. Sie hatten nämlich dank dem Schwarzgeldzustrom über Jahre wesentlich höhere Zinserträge lukriert als wir.

Dr. Klaus König, Hofsteigstrasse 8, Lauterach