Neugebauer-Festspiele

Leserbriefe / 21.03.2013 • 21:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„2013 wird ein Jahr der ÖVP“, verkündete stolz Finanzministerin Fekter vulgo „Schotter-Mizzi“ nach dem Pröll-Wahltriumph in Niederösterreich und dem deutlichen Sieg bei der Volksbefragung über das Bundesheer (von der ÖVP geschickt umfunktioniert in eine Angstdebatte über den Zivildienst). Nun fordert der heimliche Bundeskanzler GÖD-Chef Neugebauer (auch „Beton-Fritz“ genannt) unter Androhung von Kampfmaßnahmen (Streik) noch vor dem Sommer eine Gehaltserhöhung 2014 für den öffentlichen Dienst und einen weiteren Ausbau der Privilegien für seine Beamten, weil er fürchtet, nach der Wahl gehen sich diese Verhandlungen nicht mehr aus, weil es vielleicht keine große Koalition mehr geben könnte. Das „lebende Fossil“ Neugebauer verlangt allen Ernstes mitten im Wahlkampf Gehaltsverhandlungen! Lustig ist das nicht. Der Wähler sollte endlich zur Tat schreiten und der von machtbesessenen Egomanen unterwanderten ÖVP einen Denkzettel verpassen. Eine abgewählte und damit in die Opposition getriebene ÖVP hätte auch ein Verschwinden des pensionsreifen Neugebauer zur Folge, und eine längst fällige Verwaltungsreform könnte endlich Realität werden. Doch nach dem Wählerverhalten und der trägen Einstellung des Parade-Österreichers („Mir geht‘s gut, auf die anderen hau ich den Hut“) wird es vermutlich keine Änderung geben, und der GÖD-Chef hat sich bis jetzt immer durchgesetzt. So steht weiteren „Neugebauer-Festspielen“ nichts mehr im Wege. In Österreich vermisst man einen „Empört euch“-Effekt!

Mag. Eduard Steininger, Wichnerstrasse 2a, Dornbirn