Skischulen in der Zwickmühle

Leserbriefe / 24.03.2013 • 19:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die aktuelle Diskussion um die Versicherungspflicht der Skilehrer bzw. Leasing-Skilehrer in Vorarlberg spiegelt das schwierige Agieren der Skischulen in einem mangelhaft definierten Rechtsbereich wider. Der Gesetzgeber ist gefordert, hier klare juristische Rahmenbedingungen zu schaffen, um einem der wichtigsten Dienstleistungsfaktoren im Wintertourismus ein vernünftiges Arbeiten zu ermöglichen. Niemand ist so nahe am Gast wie der Skilehrer – erfolgreiche Kundenbindung beginnt hier bereits von Kindesbeinen an. Ein hochprofessionelles Ausbildungssystem bis zum staatlichen Skilehrer garantiert die Qualität der Gästebetreuung. Wenn die Skischulen nun ihre Arbeitsverträge mit den eigenen Mitarbeitern über eine Leasingfirma abschließen, so ist dies nur Ausdruck einer vernünftigen kaufmännischen Gesinnung. Mit der Versicherungspflicht stiegen die Kosten für die Skischulen um rund 30 %, während der einzelne Skilehrer gleichzeitig über ein gesunkenes Einkommen klagt. Da weder die Skikurspreise um diesen Betrag angehoben werden noch die Skischulen bzw. Skilehrer diese Kosten bzw. Einkommensverluste verkraften können, wurde die Leasingvariante als vorläufige Notlösung gefunden. Die österreichischen Bundesländer sind daher gefordert, endlich den Stellenwert der Skischulen und deren Bedeutung für den Tourismus zu erkennen. Eine entsprechende rechtliche Lösung würde zur Wertschätzung der Tausenden Dienstleister in unseren Skigebieten massiv beitragen.

Marcus Linford, MA MITHM, Hietzinger Hauptstr. 45, 1130 Wien