Aus dem Buch „Strache – Im braunen Sumpf“

Leserbriefe / 25.03.2013 • 20:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die FPÖ ist eine Partei mit zwei Gesichtern. Im Nationalrat und in den Landesparteien zeigt sich ein auf die Wünsche der Wählerinnen und Wähler zugeschnittenes, modernes und demokratisches Gewicht. Das andere Gesicht ist ein gestriges, das dem Milieu von Burschenschaften entspricht, denen Herr Strache die ideologische Ausrichtung der Partei überantwortet hat. Burschenschaften stellen in Wien den Bundes- und Landesparteiobmann, drei von vier Stellvertretern, den Landesparteisekretär, den zweiten Präsidenten des Landtags, die Hälfte der Abgeordneten. Die FPÖ ist eine Elite mit kleiner politischer Subkultur und einem autoritären Staatsverständnis. Das ist das Gegenteil von Demokratie, die auf gleichberechtigter Teilhabe aller Bevölkerungsschichten beruht.

Zum wahren Gesicht dieser Partei ist die Analyse des Buchautors unerbittlich. Punkt für Punkt, Satz für Satz werden Verflechtungen der FPÖ und ihres Chefs HC Strache mit rechtsradikalen, auch neonazistischen Organisationen nachgewiesen, vom Nationalrat bis in die kleinsten Bezirksorganisationen. Dieter Egger antwortete auf meine diesbezügliche Nachfrage dürftig: „Ich kenne das Buch. Es ist voll von nicht nachvollziehbaren und willkürlichen Querverweisen und Schlussfolgerungen.“

Zu meiner daraufhin geäußerten Bitte um Nennung wenigstens eines konkreten Beispiels erfolgte keinerlei Reaktion!

Franz Brugger, Unter der Mühle 4, Dornbirn