„Ferienpark“ mit 300 Betten geplant

Leserbriefe / 25.03.2013 • 20:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das geplante Großprojekt in St. Gallenkirch, Ortsteil Galgenul – zirka 40 Ferien­häuser mit 300 Betten, Restaurant und Parkplätzen –, ruft bei vielen Gemeindebürgern nur noch Entsetzen und Kopfschütteln hervor. Nach Bausünden, die in den letzten Jahren begangen wurden, wäre dieses Projekt ein weiterer Wahnsinn. Dass dieses Vorhaben einen touristischen Vorteil haben soll, wirft die Frage auf: „Für wen?“ Gäste, welche Jahr für Jahr das Montafon besuchen, schätzen die schöne Landschaft und unsere Natur. Die dörfliche Struktur, grüne Wiesen, alte Bauernhäuser und Ställe verschwinden und machen Platz für touristische Großprojekte. Junge Menschen, welche hier in ihrer Heimat bleiben wollen, suchen oft jahrelang vergeblich nach einem Bauplatz oder einem Haus. Bei genanntem Projekt werden 18.000 m2 grüne Wiese, ohne mit der Wimper zu zucken, in Bauland umgewidmet. Das geplante Vorhaben kommt einer Verkitschung der dörflichen Struktur à la „Disneyland“ gleich. Für eine Gemeinde sollte es vorrangig sein, junge Familien zu unterstützen und nicht den „Sanktus“ für so großkotzige Vorhaben zu geben. Wir appellieren an die Grundbesitzer zu bedenken, dass durch dieses Projekt unser Ortsbild, unsere Landschaft unwiederbringlich zerstört wird! Wir erwarten von der Gemeinde, dass dieses Vorhaben nicht realisiert wird. Liebe Galgenuler, liebe za-Gallakilkner, wehrt euch – für eine lebenswerte Heimat!

Marlene Schrimpf-Netzer mit Familien, Nr. 65, St. Gallenkirch