Tatsachen zu Cesar Millan

Leserbriefe / 26.03.2013 • 19:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 18. März 2013.
VN-Bericht vom 18. März 2013.

Frau Anika Schönbeck beklagt in ihrem Leserbrief vom 25. 3. 2013, dass über den „wohl besten Hundetrainer der Welt“ falsche Tatsachen verbreitet würden. Sie bestätigt selbst, dass Herr Millan Methoden wie Stachelhalsband und Teletac verwendet, was er übrigens tatsächlich auch selbst in Interviews zugibt. Nach § 5 Abs 2. Z. 3 lit. a des Tierschutzgesetzes fällt die Verwendung von Stachelhalbändern, Korallenhalsbändern oder elektrisierender oder chemischer Dressurgeräte unter die taxativ aufgezählten Verbote der Tierquälerei. Das sollte

eigentlich jedem bekannt sein, der sich als sachkundig im Umgang mit Hunden ausgibt und andere darüber hinaus als „inkompetent“ abqualifiziert. Ich habe am 8. 3. 2013 im Rahmen der ersten Prüfung für tierschutzqualifizierte Hundetrainer am Messerli-Institut der Vetmed-Uni Wien dieses Zertifikat erworben. Eine Initiative zur Verbesserung der Trainerausbildung, die europaweit einzigartig ist. Bei der praktischen Prüfung ist ein Kandidat durch­gefallen, weil er einen ­dünnen Endloswürger verwendet hat. Über die Methoden von Cesar Millan soll sich jeder seine eigene Meinung bilden. Tatsache ist, dass sie in Österreich laut Tierschutzgesetz verboten sind. Jeder verantwortungsvolle, kompetente Hunde­trainer hat genug gewaltfreie Lehrmethoden, um seine Schützlinge auszubilden.

Andrea Bitschnau, zertifizierte tierschutzqualifizierte Hundetrainerin, Mesmers Bühel 9, Koblach