„Angriff auf den sozialen Frieden“

Leserbriefe / 27.03.2013 • 21:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar vom 23. März 2013:

Die politischen Mühlen mahlen bekanntlich langsam, nur bei der Konstituierung und Erweiterung der EU und vor allem bei der Einführung des Euro ging alles sehr schnell. Viel zu schnell, wie sich das ja tagtäglich in negativen, folgenschweren Ereignissen zeigt. Die Nachhaltigkeit bei solchen für die Menschen sehr wichtigen, existenziellen Entscheidungen wurde bei der Planung und Realisierung ausgeklammert. Man hat nur auf Profit-Interessen einzelner Wirtschaftsbereiche und auf politische Wünsche gesetzt. Der Einfluss und die Macht der Politik und ihrer Institutionen wurden zu prioritär behandelt. Das mehr als unverständliche Vergessen des Menschen rächt sich und wird zu einem existenziellen Problem. Die vorgegebenen Strukturen verlangen nach immer mehr in allen Lebensbereichen, aber vor allem in der Wirtschaft. Der Druck auf Menschen, Natur und Technik ist enorm und wird in rasendem Tempo immer größer. Der Mensch ist immer unzufriedener, er macht Fehler, wird krank, und ein Ausweg führt immer mehr auch in die Kriminalität. Wir leben bereits seit einiger Zeit in allem im Bereich der Toleranz. Alles ist überhitzt, verwässert, ausgereizt und wird immer unkontrollierbarer. Die Infrastrukturen platzen aus allen Nähten. Und auch da gilt somit das „immer mehr“, damit überhaupt das Getriebe noch läuft. Ein Europa ja, aber bitte mit realistischen Zielsetzungen, die den Menschen dienen, damit sie die Herausforderungen des Lebens tragen und ertragen können.

Albertino Pierino Steiner, Parkstrasse 1, CH-9430 St. Margrethen/SG