Krähenabschuss

Leserbriefe / 29.03.2013 • 19:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Beitrag „Nur enkeltaugliche Eingriffe“ vom 27. 3. 2013:

Die natürlichen Feinde mancher Tiere sind nicht „abhanden gekommen“, sondern wurden vom Menschen gezielt ausgerottet. Eingriffe in ein komplexes System haben ihren Preis. Menschen, die wegen der Natur an die Peripherie ziehen, sollen sich nicht wundern, dass die Natur dort ist. Der Mensch hat Bedingungen geschaffen, die für die Krähen sehr günstig sind und für Bodenbrüter eher ungünstig. Dass ein Abschuss der Krähen hier hilft, ist aber nicht erwiesen. Es kann auch sein, dass sich die Krähen durch einen solchen Eingriff verstärkt vermehren. Man muss genau beobachten, ob die Bodenbrüter danach an Zahl zunehmen, oder ob deren Populationen durch die von uns geschaffenen Verhältnisse ohnehin zum Scheitern verurteilt sind. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Region für Krähen weniger attraktiv zu machen. Diese sollten zuerst ausgeschöpft werden.

Janina Koster, Österreichischer Tierschutzverein, Peter-Singer-Gasse 8, 5020 Salzburg