Löhne müssen im Verhältnis stehen

Leserbriefe / 29.03.2013 • 19:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bald einmal wird in der Schweiz über die 1:12-Initia-tive der Jungsozialisten abgestimmt (www.juso.ch/de/1-zu-12-Initiative). Was will diese Initiative, die jetzt von der Freisinnig-Demokratischen Partei, der Schweizerischen Volkspartei und der Christlich-Demokratischen Volkspartei so vehement bekämpft wird? Die Initiative will Folgendes: „Der höchste von einem Unternehmen bezahlte Lohn darf nicht höher sein als das Zwölffache des tiefsten vom gleichen Unternehmen bezahlten Lohnes.“ Wenn also in einem Baugeschäft ein Hilfsarbeiter 4000 Franken pro Monat verdient, darf der Chef höchstens 48.000 Franken im Monat verdienen. 48.000 Franken für den Chef ist immer noch viel zu viel, wenn man bedenkt, wie hart die Arbeit auf einer Baustelle ist bei Kälte, Wind und Wetter, während der Chef meist im warmen Büro sitzt. Ein Kilo Brot, ein Liter Milch und ein Kilo Kartoffeln kosten den Hilfsarbeiter und einen Chef gleich viel, wie mir einmal ein ehemaliger Zürcher Kantonsrat der Schweizerischen Volkspartei klarmachte.

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