Pro Stadtbus ­Bregenz

Leserbriefe / 29.03.2013 • 19:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht „Bregenzer machen für Stadtbus mobil“ vom 26. 3. 2013:

Trotz Gegenargumenten scheint sich die Unzufriedenheit und der Unmut der Bregenzer über die neue Fahrplanregelung beim Stadtbus nicht gelegt zu haben. Dass die Busbenützer(innen) den neuen Fahrplan als Verschlechterung empfinden (Stadtbus am Sonntagvormittag ausgenommen!) zeigt sich in vielen Gesprächen. Ergänzend zu dem besonders auf das Weidach bezogenen Artikel soll auch die Linie 16 genannt werden, die den früheren 1er-Bus für das Vorkloster nicht gut ersetzt. Erstens ist der Bus sehr oft verspätet, hat z. B. stadtauswärts bei Wolford nur eine Minute für den Anschluss nach Hard/Höchst zur Linie 15 (früher drei Minuten). Zweitens fährt er fahrplanmäßig stadteinwärts am Riedenburger Bahnhof nur acht Minuten nach der Linie 3, womit dann eine Lücke von 22 Minuten entsteht. Drittens fährt die Linie 16 am Samstag und am Sonntag nicht, sodass also für Einkaufsfahrten zum Interspar nur halbstündlich Busse zur Verfügung stehen. Man denke auch an Menschen mit Kinderwagen, Einkaufswagen, schweren Einkaufs­taschen oder Behinderungen!

Was die Zugverbindung vom Hauptbahnhof nach Riedenburg betrifft, muss gesagt werden, dass die elektronischen Anzeigen in Bregenz im Gegensatz zu anderen Bahnhöfen für viele schlecht sehende Menschen zu hoch hängen und dass auf den Aushangfahrplänen die Bahnsteige nicht mehr angeführt sind. Bis dann die Erkundigungen durchgeführt sind, ist der Zug vielleicht schon weg. Es entsteht der Eindruck, dass manche sogenannte Synergien von Leuten am Schreibtisch ausgetüftelt werden, die die Öffis selber nicht benützen.

Mag. Dr. Hildegard Pfanner, Strabonstraße 2, bregenz